Stenografen-Verein Goslar E. V.

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Aus der Chronik

Um die "deutsche Redezeichenkunst" von Franz Xaver Gabelsberger aus dem Jahre 1834 auch in Norddeutschland stärker bekannt zu machen, entsandte das Königliche Stenographische Institut in Dresden seinen stellvertretenden Vorstand Professor Dr. phil. Georg Moritz Heyde in die Welfenresidenzen, damit privilegierte Beamte und Militärs die Stenografie erlernen konnten. Nachdem bereits 1863 in Hannover und Braunschweig Vereine gegründet worden waren, geschah dies am 3. Dezember 1891 auch durch acht Herren in "Hannibals Hotel" in der Stadt Goslar als "Gabelsberger'scher Stenographen-Verein".

In den folgenden Jahren kam es - besonders für die Damen - noch zu zahlreichen adäquaten Vereinen, die immer wieder mit dem Einsatz prominenter Bürger mit überregionaler Bedeutung die gemeinsame Sache Kurzschrift vorantrieben. Erst Anfang des 21. Jahrhunderts im Zuge der steigenden Schreibarbeiten in den Büros der Verwaltungen bzw. den Kontoren der Wirtschaft weitete sich die Anwendung aus und führte in der Folge auch zu Zusammenschlüssen von Vereinen. Über vielerlei Bildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten boomte die Vereinsarbeit (523 Mitglieder), bevor gegen 1933 die Wirtschaftskrise das Geschehen wieder zurückwarf bzw. in der Folge die damalige Politik negativ Einfluss nahm bis zum Rückzug des Vereins im Jahre 1938 zugunsten der "Deutschen Arbeitsfront".

Nach dem totalen Zusammenbruch unseres Vaterlandes durch den verlorenen Zweiten Weltkrieg führten die seinerzeitige Aufbauwelle, der Drang nach geistiger Betätigung, aber auch geselliger Gemeinschaft sowie die unerschütterliche Liebe zur Deutschen Einheitskurzschrift aus dem Jahre 1930 letztlich zu der Forderung der Goslarer Wirtschaft, unter Führung des unvergessenen langjährigen Vorsitzenden Hans Ulbrich 1948 die Arbeit im Stenografen-Verein wieder aufzunehmen. Mit anfangs 24 Mitgliedern wurde der ungeheure Nachholbedarf bewältigt, die Vereinsarbeit - zunächst nur in Stenografie, später im Zuge der Technisierung zusätzlich im Maschinen- bzw. Tastschreiben - nahm einen gewaltigen Aufschwung; bis weit in die 60er Jahre bildete der Stenografen-Verein Goslar gar einen gesellschaftlichen Mittelpunkt im Leben der Stadt, der nicht nur die über 600 Mitglieder jener Zeit umfasste.

Nach personellen Einschnitten 1959 und 1972 festigte ein völlig neuer, verjüngter Vorstand die Erfolge und das Ansehen des Vereins, teilweise bis zu nationaler Dominanz mit etlichen professionellen Spitzenstenografen in Parlamenten und Wirtschaft. Bisher hat sich der Verein vielerlei politischen, technischen, gesellschaftlichen Entwicklungen in dieser schnelllebigen Zeit mit allseits anerkanntem Erfolg gestellt.


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Zuletzt aktualisiert: 06.11.2017

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