Stenografen-Verein Goslar E. V.

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Aus den Vereinsmitteilungen


 September/Oktober 2017

      Neues Semester      Weltmeisterschaften      Nordeutsche Meisterschaften    Bundespokalschreiben   
          Vereinsehrenabend     Seniorenmeisterschaften     Regionsausflug    Resilienz

Der Neustart

In unseren letzten Vereinsnachrichten hatten wir sehr detailliert unser Herbstsemester angekündigt. Die kundigen Kurz- und Tastschreiber/innen konnten sich im Unterrichtsplan informieren und für die Erweiterung ihrer Schreibfertigkeit in einem Fortbildungskurs planen und Ziele setzen.

Wie sich dies für Resonanz und Frequenz in unserer Unterrichtsarbeit auswirkt, können wir zum frühen Redaktionsschluss für diese Ausgabe ebenso wenig bewerten, wie wir auch nicht die Zahl der Anfänger für die ausgelobten Grundkurse einschätzen können. Der 28. bzw. 30. August sind und waren hierfür die Starttermine, und unabhängig von dieser immer wieder spannenden Entwicklung ist kurzfristig noch ein Einstieg möglich. Wer von sich aus die Überzeugung gewinnt, „schneller als andere“ sein zu wollen, der oder dem können wir sicher auch helfen, - immer vorausgesetzt, wir konnten einen Grundkurs organisieren. Es ist also noch nicht zu spät!

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Wir sind Vizeweltmeister!

Dieses aus völlig anderem, zurückliegenden Zusammenhang geläufige geflügelte Wort fällt einem ein, wenn man das messbare Ergebnis der 51. Weltmeisterschaften in unseren Fertigkeiten vom 21. bis 28. Juli in Berlin kommentiert. Und unser Steno-Ass Wolfgang Groth wird uns nachsehen, dass wir unsere Freude über seinen Erfolg so deutlich ausdrücken, auch wenn allein er dieses herausragende Ergebnis erreicht hat.

Nahezu 500 Wettschreiber/innen aus 20 Nationen absolvierten in den Disziplinen Stenografie (Hand und Maschine), Texterfassung, Autorenkorrektur, Textverarbeitung und Protokollführung über 700 Starts, von denen 400 den strengen Maßstäben entsprachen. 119 Deutsche waren unter diesen aus China bis USA, aus Großbritannien bis Türkei mit 146 erfolgreichen Starts; in sechs von zwölf Einzelwertungen sprangen für sie zwei Titel, sechs Vize- sowie zwei Bronzeplätze heraus.

Unsere beiden Asse waren in verschiedenen Wettbewerben mit dabei und stellten sich den teilweise sehr schwierigen Aufgaben bzw. strengen Bewertungen, um am Ende diese Platzierungen zu erreichen:

Martina von der Eltz: Shorthand/Speech capturing 11. mit 5 Minuten = 233 Silben; Text production standard 18. mit 557 Anschlägen; Text Corrections 21. mit 99 Bearbeitungen; Combination 46. Wolfgang Groth: Shorthand/Speech capturing 2. mit 9 Minuten = 321 Silben; Text production standard 53. mit 443 Anschlägen; Note taking and reporting 24. mit 85 Punkten; Combination 52. (von 90 Gewerteten).

Die höchsten Leistungen betragen 321 Silben (Hand), 391 Silben (Keyboard), 791 Anschläge und 225 Bearbeitungen, woraus auch ersichtlich ist, dass die genutzte Technik entscheidend mitspricht. – Wir gratulieren unseren Beiden sehr nachhaltig zu ihren Ergebnissen und ganz besonders Wolfgang zu dem des zweitbesten Stenografen in der Welt.

Neben der fachlichen Beurteilung der Tage von Berlin interessiert uns natürlich auch die organisatorische und ideelle Seite, für die wir diese Informationen registrieren: Die Gesamtorganisation lag in belgischer Hand, was die Verständigung erschwerte. Exzellent war die Organisation für die deutsche ZIK-Gruppe, wo die Betreuung und Hilfen keine Wünsche offen ließen bis hin zu sehr guter Hotelunterkunft. Fast alle Wettbewerbe fanden im Hotel Hollywood Media statt, wobei in Kurzschrift Wiedergabeprobleme sowie dünne Trennwände zwischen den Konferenzräumen die schwierigen Aufgaben noch verschärften. Die geselligen Veranstaltungen Eröffnung (Delphi-Film-Theater am Zoo), Siegerehrung und Festabend litten etwas unter organisatorischen Mängeln und dann vor allem unter dem Dauerregen, der sämtliche Tage beherrschte und auch die Ausflüge beeinträchtigte. Lediglich die Stadtrundfahrt exklusiv für die deutsche Gruppe und dann auch die Bundestagsführung werden sehr positiv beurteilt.

Die nächste WM ist für 2019 auf Sardinien vorgesehen, eine wohl nicht schlechte Aussicht … nicht nur das Wetter betreffend.

>> Artikel der Goslarschen Zeitung vom 04.08.2017

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Die „Norddeutschen“

Über die meist lapidare Regionalbezeichnung hinaus ist dies für uns die formelle Bezeichnung unserer Verbandsmeisterschaften in Kurzschrift, Texterfassung, Textbearbeitung und Textverarbeitung, die am

7./8. Oktober 2017 in Flensburg

stattfinden wird. Der dort ansässige Verein hat die bestmöglichen
Voraussetzungen für den erfolgreichen Wettstreit um Silben, Anschläge, Korrekturen geschaffen; wir haben im Blick auf die relativ weite Anreise die Hotelunterkunft für zwei Nächte gebucht, sodass unserem standesgemäßen und hoffentlich erfolgreichen Auftritt nichts mehr im Wege steht. Aus heutiger Einschätzung werden wir mit sechs Wettschreibern und fünf Begleitern bzw. Mitarbeitern teilnehmen.

Wenn wir unsere seit längerer Zeit sehr erfreuliche Leistungsentwicklung fortsetzen können, sollte dieses oder jenes gute Ergebnis zu erreichen sein. Hilfreich ist dabei grundsätzlich immer, wenn zu Hause die Daumen gedrückt werden (am 07.10. von 9 bis 14 Uhr!).

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Die Bundespokale

Auch wenn es dort keinen veranstaltenden Verein gibt, so ist das diesjährige Bundespokalschreiben am

4. November in Celle

für uns „Nordlichter“ schon fast ein „Heimspiel“, weil mittig gelegen gerade wir um eine allzu weite Anreise herumkommen. Da dies ein Wettbewerb der Deutschen Verbandsmannschaften in den Disziplinen Kurzschrift, Texterfassung und Textbearbeitung ist, stellen sich seit eh und je Wettschreiber/innen nicht nur aus unserem, sondern aus den Vereinen unseres Verbandsgebietes den Aufgaben; in diesem Jahr werden dies aus heutiger Sicht Flensburg, Goslar, Schleswig, Soltau und Wolfenbüttel sein.

Mit den Top-Besetzungen in allen drei Wettbewerben verbinden wir allerdings die Hoffnung auf den einen oder anderen „Treppchenplatz“. Am bekannten Einsatzwillen wird es einmal mehr nicht fehlen, nur die Konkurrenz aus den anderen Verbänden könnte etwas gegen unsere voraussichtlich 13 Wettschreiber haben.

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Die Gemeinschaft

Die Goslarer Stenografenfamilie beruft sich seit eh und je auf ihr ausgeprägtes Gemeinschafts- bzw. Zusammengehörigkeitsgefühl, worauf zweifelsohne unsere erfolgreiche Vereinsarbeit in den vielen Jahrzehnten beruht. Um über die fachliche Arbeit hinaus auch den nicht mehr aktiven Schriftfreundinnen und –freunden dies auch im geselligen Dialog zu vermitteln, veranstalten wir seit langem und auch in diesem Jahr am

Sonnabend, 18. November, 19:00 Uhr, im Ramada Hotel Bären

unseren Vereinsehrenabend.

Hierzu werden wie gewohnt die langjährigen Mitglieder schriftlich eingeladen; zusätzlich Interessierte können jedoch in jedem Falle teilnehmen, wenn sie uns diese Absicht bekunden. Jedenfalls sollte dieser Termin schon jetzt „geblockt“ werden. Jede Teilnahme bedeutet uns und unserer Gemeinschaft sehr viel.

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Die Reife

Die Idee für (zusätzliche) Deutsche Seniorenmeisterschaften war ehemals, den altgedienten Stenografen und Tastschreibern die Chance zur Selbstbestätigung und zum Kontakt mit anderen Weggefährten zu bieten, die sich nicht mehr dem Druck regulärer Meisterschaften aussetzen möchten. Daraus ist inzwischen eine sehr schöne Tradition geworden, die bei vielen Spitzenschreibern auf fruchtbaren Boden fällt, wenn sie das 50. Lebensjahr erreichen.

Im vergangenen Jahr waren wir – mit sehr gutem Ergebnis – der Ausrichter; in diesem Jahr führt uns diese Veranstaltung am

2. Dezember nach Marburg.

Im Großen und Ganzen  ist unser Teilnehmerkreis bereits einzuschätzen; sollte allerdings noch jemand von unseren potentiellen (gereiften) Mitgliedern einen Schreibversuch (ohne jeden Druck) wagen wollen, der oder die setze sich bitte zur Klärung der Einzelheiten mit dem Vorsitzenden in Verbindung.

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Der Regionsausflug

Unsere Schriftfreundin Christine Bone aus Börßum/Wolfenbüttel hatte für den 12. August zum Ausflug eingeladen und immer noch 27 Teilnehmer aus den Vereinen Einbeck, Goslar, Helmstedt und Wolfenbüttel vereinigt. Geprägt war dieser Treff von sehr angenehmer, stimmungsvoller Atmosphäre, letztlich das Ergebnis ihrer guten Vorbereitung und Durchführung, wofür ihr der Dank der Teilnehmer/innen sicher ist.

Die drei geplanten Ziele standen wohl unter unterschiedlichen Zeichen: Die an sich schöne Führung auf der Burgruine Regenstein stellte mit Gelände und Sturm körperliche Anforderungen. Im Schaubergwerk Büchenberg bei Elbingerode war die geführte Gruppe für die Schachtbegehung und den Führer wohl zu viel. Einzig der Abschluss auf der Steinbergalm (Goslar) war durch sorgfältige Vorbereitung gut. Fazit: Auch wenn man als Organisator nicht alles bis ins letzte Detail beeinflussen kann, war der Ausflug einmal mehr sehr gelungen und macht Appetit aufs nächste Jahr.

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Die Resilienz

Was ist das denn nun wieder? Es steht in keinem Fremdwörterlexikon, wird allerdings wie selbstverständlich medial aufgearbeitet, ist demzufolge dem ständig wachsenden Bereich der physischen Erkrankungen zuzuordnen. Stress, Angst bzw. Depression, Sucht als erste Symptome haben häufig einen langen Vorlauf, sollten also frühzeitig mit fördernden Ansätzen angegangen werden; denn die Resilienzpille gibt es noch nicht.

Wir haben zehn einfache Tipps eines Resilienz-Coaches gefunden, die wir ganz generell und ohne jeden Bezug weitergeben:

1.  Veränderungen als Tatsache akzeptieren (Ziele einer veränderten Situation anpassen, sich neu orientieren).

2.  Auf den Körper hören (mit körperlicher Fitness seelische Herausforderungen meistern).

3.  Sich an vergangene Erfolge erinnern (der Blick zurück auf überwundene Hürden setzt Kräfte frei).

4.  Machbare Ziele setzen und für Erfolgserlebnisse sorgen (Selbstbewusstsein aufbauen).

5.  Probleme in die richtige Perspektive rücken (betroffene Lebensbereiche nicht aufbauschen, eher kreativ denken und handeln).

6.  Den Wert des Scheiterns schätzen lernen (gegen emotionale Krisen bessere Beziehungen, höheres Selbstwertgefühl aufbauen).

7. Austausch mit Leidensgenossen (Krisensituationen transparent machen, nicht jammern, sondern von den Strategien anderer lernen).

8.  Entscheidungen treffen statt abwarten (eigenen Kontrollverlust nicht einfach ignorieren, Entscheidungen aktiv herbeiführen).

9.  Die Stressantwort des Körpers regulieren (Meditation, Autogenes Training, Atemübungen, Bewegung und anderes gegen Stress z. B. in speziellen Kursen).

10. Optimismus trainieren (durch Konzentration auf eigene Ziele und persönliche Stärken Optimismus lernen).

Abgesehen von diesem offensichtlich neuen Begriff weiten sich doch wohl Mobbing, Burnout und Ähnliches permanent aus. Therapien dagegen könnten schon zu Beginn durchaus wirksam sein, bevor sich die Krankheit einstellt, und könnten Lebensaufgabe werden mit durchaus allgemeiner Festigung der Psyche.

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Zuletzt aktualisiert: 01.09.2017

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