Stenografen-Verein Goslar E. V.

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Aus den Vereinsmitteilungen

 März/April 2017

    Semesterbeginn       Jahreshauptversammlung     Stadtmeisterschaften     Steno-Tea-Time   
    Deutsche Meisterschaften     Spenden      Abschluss Grundkurse       Jahresauftakt Region   
    Deutscher Stenografenbund    
 


Können gegen Ahnung

Manch einer hat vielleicht schon einmal die Begriffe Schreibtechnik, Kurzschrift, Tastschreiben gehört, ohne diese zuordnen bzw. hinsichtlich ihrer unbegrenzten Effekte auslegen und für sich nutzen zu können. Der Weg von dieser Ahnung bis hin zum rationellen Anwenden mit unermesslicher Zeitersparnis ist für Schreibwillige schon eine Herausforderung, die zu bewältigen bis hin zu einer praxisgerechten Schreibfertigkeit Überzeugung, Lern- und Übungsbereitschaft, Durchhaltevermögen erfordert.

Seit wir Anfang Januar unser Ausbildungsangebot in den üblichen Formen auslobten, hatten wir auf das Glück einer guten Resonanz gehofft; der erhoffte und für unseren Vereinsbetrieb notwendige Erfolg jedoch hielt sich in überschaubaren Grenzen. Und so standen wir vor organisatorischen Entscheidungen, um eine „Null“ oder ein vertretbares Ergebnis zu erzielen. Durch die Zustimmung der Hälfte der Interessenten können wir zusammen mit den angemeldeten Schülern seit 15. Februar in der Nachmittagszeit einen Grundkurs im Zehnfingertastschreiben mit zwölf Teilnehmern durchführen und hoffentlich bis zu den Sommerferien zum angestrebten Abschluss durchziehen.

Es wird immer schwieriger, die erforderliche Mindestteilnehmerzahl zu erreichen. Neben der grundsätzlichen Überzeugung = Werbung stellt sich zunehmend das Problem, den richtigen Zeitpunkt für die „Ansprache“ zu finden, um dann irgendwann einmal rechtzeitig die Realität einzuschätzen. Das jeweilige Können nach vorheriger Ahnungslosigkeit bestätigt uns zwar immer wieder, nur die frühzeitige Gewinnung der Ahnungslosen muss als Grundlage für die Ausbildung deutlich werden.

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Planung gegen Ergebnis

Wir bleiben diesmal bei der Polarisation, auch wenn diese vielleicht gar nicht erkennbar, vor allem aber auch überhaupt nicht so gemeint ist; denn ganz offensichtlich ist ein ordentliches Ergebnis ohne entsprechende Planung kaum erreichbar.

In der Jahreshauptversammlung am 22. Februar mit lediglich 13 Teilnehmern konnte der Vorstand in seinen Berichten über etliche sehr erfreuliche, durchaus auch ungeplante Ergebnisse im Jahr 2016 berichten. Die teilweise überraschenden Leistungen in der Spitze – Silben wie Anschläge – können allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass es immer schwieriger wird, die Stagnation in der Breitenarbeit spürbar zu überwinden. In den 125 Jahren unseres Bestehens hat es immer wieder wechselhafte Phasen gegeben, aus denen Vorstand und Mitgliedschaft stets Zuversicht und Renommee gewonnen haben. Aber die rasante Entwicklung mit vielerlei Veränderungen in den letzten Jahren offenbart Hürden, die zu überwinden mit den verfügbaren Kräften nahezu unmöglich scheint. Von dieser Einschätzung ist natürlich auch die wirtschaftliche Basis unseres Vereins betroffen, wo ohne Griff in die „Reserven“ ein Jahreshaushalt nicht mehr zu finanzieren ist. Immer wieder stellt sich die Frage, wie lange dies noch so gehen kann.

Doch auch für die nächste Zukunft gibt es selbstverständlich einen „Plan“ … mit eben vielen Fragezeichen. Personell ist unsere Vereinsarbeit dermaßen „auf Kante genäht“, dass wirklich kein Einschnitt geschehen darf. Dennoch konnten wir den turnusmäßigen Kassenprüfer „rekrutieren“. Die Vorstandswahlen im kommenden Jahr werden sicher schwieriger. Irgendwann reicht eben auch kein „Plan“ mehr.

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Schnelligkeit gegen Bequemlichkeit

Silben – Anschläge – Autorenkorrekturen – Punkte, darum geht es und im Ergebnis um Urkunden, Titel, Pokale, Wander- und Ehrenpreise … Bei den

Stadtmeisterschaften 2017.

am 20. und 22. März gehen bis auf einige Ausnahmen die Teilnehmer unserer Fortbildungskurse im Rahmen des Unterrichts an den Start. Am Samstag, 25. März sind dann unsere auswärtigen und heimischen Cracks in der Meister- und Praktikerklasse – wie immer ab 11:30 Uhr bzw. 13:30 Uhr in den BBS Am Stadtgarten, Raum 022 und 026 gefordert. Wir rechnen mit Spitzenleistungen in Kurzschrift, in der Texterfassung sowie in der Textbearbeitung bzw. mit knappen Ergebnissen in den Titeln Stadtmeister und Jugendbester in allen Disziplinen.

Da wir naturgemäß eindeutig gegen Bequemlichkeit in dieser unserer Beziehung und mehr für die Schnelligkeit in bekannter messbarer Form sind, appellieren wir an jeden Schriftkundigen – wie immer geartet – zur Teilnahme an unseren Stadtmeisterschaften und an der Selbstbestätigung in punkto Schreibfertigkeit, die er dann anschließend an einen Teil der zahlreichen Unkundigen weitergeben kann und soll. Nicht ständig ins „Geschäft“ eingebundene Mitglieder, die ihren „inneren Schweinehund“ überwinden wollen, setzen sich am besten kurzfristig mit uns wegen der Vorgehensweise in Verbindung.

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Torte gegen Linie

Steno Tea Time steht an am
Samstag, 29. April 2017,
15:30 Uhr im Café Anders, Hoher Weg.

Das übliche Kaffeegedeck – mit persönlicher Kalorienbestimmung – ist Anreiz für jede(n) Schriftfreund(in), einmal mehr den würdigen Rahmen zu gewähren für die Auszeichnung unserer Meister und Besten vom Frühjahrswettschreiben/Stadtmeisterschaften. Art und Form dieser Siegerehrung haben sich seit Langem bewährt und werden beibehalten. Etliche Wander- und Ehrenpreise winken neben den Urkunden den erfolgreichen Teilnehmern. Dabei hoffen wir, dass wiederum dieser oder jener Preisgeber persönlich in Aktion treten wird. Wir sind sicher, dass uns erneut ein harmonischer Kaffeenachmittag unserer Stenofamilie erwartet, und laden alle Mitglieder dazu ein.

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Goslar gegen den Rest

Diese Überschrift könnte man uns schon fast als Arroganz auslegen, das können wir aber ertragen. Sie zielt auf die diesjährigen Deutschen Meisterschaften in Kurzschrift, Texterfassung, Textbearbeitung, Textverarbeitung vom 25. bis 27. Mai in Suhl/Thüringer Wald. Da wir im vergangenen Jahr beide Titel (Einzel und Mannschaft) nach Hause gebracht haben, gleiten wir ganz einfach einmal ab in diese Richtung, wohl wissend, dass die nationalen Titelkämpfe einiges mehr bieten als unsere heißgeliebte Kurzschrift und dass wir da bei weitem nicht zum engeren Kreis gehören.

Wir werden aus heutiger Sicht wieder mit unseren bewährten Schreibern an den Start gehen, die – wie im Leistungssport – ihr Bestes geben; mit der nötigen Portion Glück sollte der eine oder andere gute Platz in den verschiedenen Wettbewerben und Altersklassen möglich sein. Unser Himmelfahrtsprogramm gestaltet sich entsprechend der vergangenen Jahrzehnte, auf ein entsprechendes Ergebnis können wir nur hoffen. Unsere Tipps für die heimischen Sympathisanten werden wir in den nächsten Vereinsnachrichten kundtun.

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Großzügigkeit gegen Egoismus

Gerade gegenwärtig lesen und hören wir sehr viel zu sozialer Ausgewogenheit und Gerechtigkeit … von unseren Politikern … vor oder bereits im Wahlkampf …, nicht immer vertrauenserweckend.

Im Gegensatz zu diesen VIPs begeistern uns seit etlichen Jahren immer wieder engagierte Vereinsmitglieder durch eine materielle Zuwendung statt oder auch zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag. Im Jahre 2016 haben insgesamt 1.662,50 Euro an Spenden unseren ganz eng „gesteckten“ Haushalt entsprechend unterstützt. Über die letzten Jahre hinweg hätten wir ohne diese großzügigen, fast lebensnotwendigen Gesten sehr vieles einfach nicht bewältigen können. Wir bedanken uns einmal mehr auf diesem Wege bei Inge Biedermann, Peter Birtel, Günther Borchers, Hildegard Göbel, Regina und Wolfgang Groth, Ute Haberkorn, Hanny und Dietmar Koschel und Ewald Wesemann für ihre außerordentlichen Zeichen der Verbundenheit mit den Goslarer „Stenos“.

Wir hoffen sehr, dass die vielfach zitierte bzw. vorausgesagte Altersarmut auch künftig so sympathische Maßnahmen zulässt.

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Ergebnis gegen Bedenken

Den von September bis Januar durchgeführten Grundkurs im Tastschreiben konnten Cornelius Jung, Anne Ballin, Jennifer Kasten, Anita Savelsberg mit erfolgreichem Leistungsnachweis absolvieren.

Beim parallel gelaufenen Schülerkurs erarbeiteten sich Abdulmuein Ezzo, Lilly Bernhard, Julia Görlich, Katharina Freuwört, David Görlich und Merle Bothe mit vergleichbarem Ergebnis, also erfolgreich die Tastatur.

Wir freuen uns mit ihnen, gratulieren ihnen, bedauern jedoch nachdrücklich, dass kein Teilnehmer für die Fortbildung gewonnen werden konnte.

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System gegen Spontaneität

Im Deutschen Stenografenbund gibt es noch etwa hundert Vereine, im Norddeutschen Stenografenverband sind es deren 14. Höchstens fünf davon betreiben noch regelmäßigen Unterricht in Kursform, bei einigen weiteren wird das Hobby noch sporadisch in Trainingsgemeinschaft gepflegt. Sicherlich hat diese Form der ideellen Verbindung vor allem hinsichtlich der Gemeinschaftspflege ihren Wert – wie in vielen anderen Lebensbereichen, nur die Aus- und Fortbildung von qualifizierten Schreiberinnen und Schreibern für Wirtschaft und Verwaltung – wie in früheren Zeiten – steht nicht mehr im Blickpunkt. Die Einflüsse und Ursachen sind hinlänglich bekannt.

So hatte auch das Jahresauftakttreffen der Region Süd im Verband am 14. Januar in Wolfenbüttel einmal mehr seinen Wert in der überörtlichen Kontaktpflege mit dem Austausch von Gedanken, Erinnerungen und letztlich Erfahrungen, die sich bei den verbliebenen drei Vereinen naturgemäß in engen Grenzen hielten. Unsere Situationsbeschreibung kann unter den gegebenen Voraussetzungen umgekehrt wenige Impulse ausstrahlen. Also bleiben fachliche Einschätzungen und Möglichkeiten die Sache jedes Vereins. Eventuelle Ergebnisse können ebenfalls ausschließlich auf dieser Ebene erzielt werden … immer wieder mit dem notwendigen Können und Glück. Allerdings freuen sich die benachbarten Schriftfreundinnen und –freunde mit uns, besonders beim alljährlichen Regionstreffen.

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Praxis gegen Theorie

In letzter Zeit hatten wir mehrmals über die unbefriedigende Situation in unserer nationalen Dachorganisation Deutscher Stenografenbund berichtet und auch darüber, dass in der ao. Mitgliederversammlung am 18. September 2016 in Butzbach mit der Präsidentin Regina Hofmann an der Spitze ein neues Präsidium gewählt werden konnte. Seitdem sind mehr als die berühmten hundert Tage vergangen, was durch Weihnachten und Jahreswechsel jedoch durchaus berechtigt ist. Andererseits gehen seit Januar die ersten Rundschreiben und Ausschreibungen ein, ein Zeichen dafür also, dass – in der unumgänglichen Abstimmung zwischen allen Beteiligten – sich Leben im Präsidium zeigt. Das ist gut so; zu wünschen ist, dass die sechs Präsidiumsmitglieder die erhoffte Resonanz auf ihre Initiativen erfahren, zum Beispiel auch in dem Aufruf, sich für Mitarbeit in Ausschüssen und Arbeitskreisen zur Verfügung zu stellen. Wenn sich hier jemand einbringen möchte, können wir gern im Vorfeld darüber sprechen.

Im Zuge der personellen Veränderung hat es auch nicht ganz einfache Neustrukturen in der Alltagsarbeit gegeben. Einige Aufgaben hat die neue Präsidentin an sich gezogen, andere sind an Schriftfreunde delegiert worden. Nicht unbedeutend ist, dass die bisherige Geschäftsstelle in Monheim aufgelöst wurde, deren Aufgaben teilweise die Geschäftsstelle der NRW-Jugendorganisation in Dortmund übernommen hat. Im Moment können wir sicher nichts weiter tun als abzuwarten, wie sich diese organisatorischen Maßnahmen entwickeln und bewähren.

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Zuletzt aktualisiert: 03.03.2017

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