Stenografen-Verein Goslar E. V.

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Aus den Vereinsmitteilungen


 März/April 2018

      Nochmals alles auf "los"!      Neues Semester      Stadtmeisterschaften      Steno-Tea-Time  
        
Deutsche Meisterschaften      Abschluss Schülerkurs     Jahreshauptversammlung     Nachruf  
 

Nochmals alles auf „los“!

Hatten wir nicht gerade erst in der letzten Ausgabe unserer Mitteilungen mit vielfältigen Anmerkungen und Wünschen umfassend Anschub und Ermunterung für das neue Kalenderjahr zu geben versucht? Nach knapp zwei Monaten stehen wir vor der Erkenntnis, dass gesellschaftlich und politisch sowie ganz privat, ganz allgemein und auch individuell sich der Jahresauftakt längst nicht wie gewünscht entwickelt hat, dass vielmehr etliche Überraschungen und Enttäuschungen diese ersten Wochen anno 2018 beeinträchtigt und geprägt haben.

Mehr als fünf Monate seit der Bundestagswahl haben nicht ausgereicht, Mehrheit für ein ordentliches System und damit Vertrauen für unsere Politik zu schaffen. Ganz im Gegenteil lassen vielerlei Irrungen und Wirrungen unter den Stichworten Jamaika bzw. Groko ihre Auswirkungen auf Einschätzungen und Verhalten des „mündigen Bürgers“ nicht verkennen. Ohne auf Einzelheiten eingehen zu wollen, müssen wir alle doch begreifen, dass Lockerheit bis hin zu Gleichgültigkeit nur sehr begrenzt Ordnung halten können, dass unsere zivilisierte Gesellschaft entscheidend von Ordnungsmäßigkeiten beeinflusst und geregelt wird. Oder wollen wir unbedingt über die Eigenschaften einer Bananenrepublik zu den frühesten Lebenskulturen der Menschheit zurückkehren?

Und wen kann es dann noch wundern, wenn Reste moralischer Kraft nicht ausreichen, ganz persönliche gesundheitliche Einschnitte abzufedern? Wir werden den Eindruck nicht los, dass die mannigfaltigen Problemchen und Probleme in allen Schwierigkeitsgraden den Einzelnen mehr als früher demoralisieren können, wobei die Erfordernisse unserer Zeit eher und zunehmend moralische Reserve beanspruchen.

Also starten wir noch einmal in dieses Jahr? Wird dies die aufgezeigten und weiteren Erfahrungen und Empfindungen verändern? Oder müssen wir uns einfach daran gewöhnen?

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Kein Neustart!

Am 8. Januar waren wir mit unseren Fortbildungskursen und unveränderter Besetzung in unser Frühjahrssemester gestartet. Darüber hinaus hatten wir über viele Wochen unsere Ausbildungsangebote in den Grundkursen über die gewohnte Werbung an die potenziellen Teilnehmer heranzubringen versucht. Das Ergebnis ist nur schwer zu ertragen, auch wenn es uns ein weiteres Mal keinesfalls abschrecken darf. Es wird immer schwerer, unsere vor allem jüngeren Mitbürgerinnen und Mitbürger zu überzeugen, wie man sich mit praxisgerechter Schreibfertigkeit das Leben erleichtern kann, wie man Zeit, Gesundheit, geistige Kapazität gewinnen kann, von der man ein ganzes Leben lang profitiert.

Laut Abstimmung mit der Volkshochschule war für 5. bzw. 7. Februar der Beginn dieser neuen Grundkurse terminiert; leider kamen uns unabgestimmt schulische Veranstaltungen der BBS Am Stadtgarten in die Quere, sodass wir erst am 21. Februar unseren Kinderkurs im Tastschreiben – allerdings in Mini-Besetzung - starten konnten, die beiden Abendkurse jedoch absagen mussten. Wir können und wollen nicht behaupten, dass uns ein systematischer Ablauf in der Endphase mehr Teilnehmer beschert hätte; aber wer weiß verbindlich, was auch hier Ordnungsmäßigkeit hätte bewirken können?

Wir begrüßen unsere neuen Kursteilnehmer und wünschen ihnen und uns einen erfolgreichen Verlauf der Ausbildung und das erstrebenswerte Abschlussergebnis.

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Leistungshöhepunkt

Die letzte Unterrichtswoche vor den Osterferien ist traditionell der Leistungsschau unserer Wettschreiberinnen und Wettschreiber zum Auftakt des Jahres vorbehalten. In den Wettbewerben Kurzschrift, Texterfassung, Textbearbeitung wird um Silben, Anschläge, Korrekturen, Punkte, um Urkunden und Wander- bzw. Ehrenpreise gerungen. In den unteren Leistungsstufen werden die regelmäßigen Unterrichtsteilnehmer am 5. und 7. März im Rahmen des Unterrichts ihren Leistungsstand beweisen.

Unsere Spitzenschreiber aus dem ganzen Land treffen sich dann

am 10. März 2018 in den BBS Am Stadtgarten
in den Räumen 123 und 125 (1. OG)

zum Wettschreiben um die Stadtmeistertitel mit den entsprechenden Wanderpreisen nach diesem Zeitplan:

11:30 Uhr Einschreiben
12:00 Uhr Texterfassung
13:00 Uhr Textbearbeitung
13:30 Uhr Kurzschrift
- jeweils Meister- und Praktikerklasse -.

Aus Kostengründen verzichten wir auch diesmal auf die PC-Technik der Schule; die Teilnehmer/innen müssen somit die eigenen Geräte einschließlich Peripherie mitbringen. Einmal mehr bemühen wir uns, für jede Aufgabe die optimalen Voraussetzungen zu bieten, den jeweils angestrebten Leistungen den Weg zu ebnen. Also: Üben, üben, üben!

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Siegerehrung

Auch in diesem Jahr ändern wir nichts an unserem Motto „Erst schreiben, dann schlemmen“, um so die immer wieder zu lobende Leistungsstärke zu erhalten:

Unsere Steno-Tea-Time, also die traditionelle Kaffeetafel zur Ehrung unserer Stadtmeister sowie Auszeichnung weiterer Preisträger findet am

Samstag, 5. Mai 2018, 15:30 Uhr
im Barock-Café Anders, Hoher Weg

statt. Wie immer sind wir sehr bemüht um den würdigen Rahmen für unsere Sieger und erwarten dazu auch wieder Ehrengäste aus der Riege der Preisgeber.

So laden wir also wiederum Wettschreiber, Mitarbeiter, Mitglieder, immer auch die dazugehörigen Partner zu unserer STT/Siegerehrung ein und freuen uns auf zwei (plus/minus) unterhaltsame Stunden. Markieren Sie bitte diesen Termin deutlich.

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Starker Auftritt!

Der Deutsche Stenografenbund hat seine diesjährigen nationalen Meisterschaften in Kurzschrift, Texterstellung, Textbearbeitung, Professioneller Textverarbeitung für

10. bis 12. Mai nach Bad Blankenburg

angesetzt. Wir freuen uns sehr auf ein ansehnliches Angebot, können wir doch hoffentlich auch qualitativ wieder die Vereinsfarben angemessen vertreten.

Außergewöhnlich, aber sehr freudig aufzunehmen sind die Austragung der Wettbewerbe und der geselligen Zusammenkünfte sowie zum großen Teil zur Unterbringung unter einem, nämlich dem Dach des Thüringischen Landessportbundes. Diese Art der Organisation stärkt sehr deutlich die Harmonie in der Delegation, gibt aber auch vielerlei Möglichkeiten zum Dialog mit Dritten, ein über alle Maßen hinweg eminent wichtiges Kriterium für jede Hobbygemeinschaft.

Wir sind sehr gespannt, ob wir die bemerkenswerten Ergebnisse des Vorjahres in Suhl (ebenfalls Thüringen) untermauern können. Dafür geben wir unseren Wettschreiberinnen und Wettschreibern unsere besten Wünsche mit auf den Weg.

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Erfreuliche Schülerergebnisse

Unseren im September 2017 begonnenen und im Dezember beendeten Schülerkurs im PC-Tastschreiben behalten wir in besonders guter Erinnerung, zum einen wegen des erfreulichen regelmäßigen Einsatzes, und noch mehr – ganz sicher als Folge davon – wegen der nach etwas mehr als drei Monaten erzielten Leistungen. Alle elf Teilnehmer/innen haben bestanden, und von ihnen erreichte Lars Drygala mit 165 Anschlägen pro Minute ein bemerkenswertes Ergebnis. Und das Beste daran ist, dass er sich zur Fortbildung, also zum Ausbau seiner Schreibfertigkeit entschlossen hat. – Wir gratulieren und wünschen weiterhin viel Erfolg.

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Von A (Argument) bis Z (Ziel)!

In der ordentlichen Mitglieder(Jahreshaupt)versammlung am 21. Februar war es einmal mehr die Erkenntnis zum Vereinsjahr 2017 – dem 126. in der Spitze hui, in der Breite pfui. Die immerhin noch 15 Teilnehmer erfuhren von der Unterrichtsreferentin Jutta Hubitschka im Rückblick sehr viele erfreuliche Ergebnisse und Einschätzungen zu den erneut eindrucksvollen Leistungen unserer Spitzenschreiber/innen. Dagegen konnte der Vorsitzende Eckehardt Hubitschka in seiner eher philosophischen Betrachtung nicht darüber hinwegsehen, dass zu Kursbeteiligung, überzeugender Kommunikation, Breitenarbeit und anderem doch mancher Wunsch offengeblieben ist.

Dabei ist in diesem Zusammenhang eindeutig davon auszugehen, dass die fachliche Qualifikation bzw. die schreibtechnische Kompetenz offener ist als je zuvor, nahezu konkurrenzlos. Was aber nutzt dies, wenn veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen mit zukunftsorientierter Perspektive eine angemessene Verwirklichung der Möglichkeiten gegen technische Vorgaben einfach nicht zulassen. Hier herrschen in der breiten Öffentlichkeit Informationsdefizite, die zu schließen mangels Überzeugung durch fachkundige Fürsprecher immer schwieriger wird. Es bleibt abzuwarten, ob die wiederholten Appelle der Vereinsführung vielleicht doch einmal Erfolg zeigen.

Die in der Hauptversammlung verteilten Berichte wurden dennoch sämtlich kommentarlos zur Kenntnis genommen, der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Ebenso deutlich wurde er für weitere zwei Jahre wiedergewählt. Ergänzend wurde Detlef Student zu den Kassenprüfern hinzugewählt. Den Abschluss bildete die Würdigung der Leistungen beim Jahresabschlussschreiben mit der Auszeichnung der beiden Besten Joshua Beck und Niklas War­necke.

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Nachruf

Erst nach unserem letzten Redaktionsschluss erreichte uns die erschütternde Nachricht, dass uns am 22. Dezember 2017

Sigrid Wiggert

im 90. Lebensjahr für immer verlassen hat. Ihr vielfach angegriffener Körper hatte zum Schluss ihren verschiedenen schwerwiegenden Erkrankungen nicht mehr widerstehen können.

Sigrid Wiggert hatte zeitweise mit ihrem zu früh verstorbenen Ehemann Ernst 47 Jahre lang ihre Mitgliedschaft engagiert gelebt; etliche Jahre lang hatte sie in Verbindung mit ihrer hauptberuflichen Tätigkeit als Realschullehrerin Kurzschriftunterricht auch bei uns erteilt. Sie gehörte vor allem in zwischenmenschlicher Beziehung sehr lange zu unserem „harten“ Kern. Wir bedauern ihr schmerzliches, zähes Ende außerordentlich, werden sie stets in bester Erinnerung behalten.

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Zuletzt aktualisiert: 06.03.2018

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