Stenografen-Verein Goslar E. V.

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Aus den Vereinsmitteilungen


 Januar/Februar 2017

   Happy new year!       Semesterbeginn       Hilfe bei Vereinsarbeit        Treffen Region Süd 
   Einladung Jahreshauptversammlung      Stadtmeisterschaften       Bundespokalschreiben      Vereinsehrenabend       Deutsche Sprache   
           

HAPPY NEW YEAR!

Vermutlich sind zu dem Zeitpunkt, da Sie diese ersten Vereinsnachrichten des neuen Jahres aus dem Briefkasten – manuell oder elektronisch – holen, die Silvesterböller und die Neujahrsglocken längst verklungen; vielleicht ist auch der Blick noch etwas getrübt. Mit allem Nachdruck wünschen wir Ihnen und Ihren Partnern und Angehörigen die notwendige Portion Glück und Erfolg für eben diese folgenden 365 Tage.

2017, unser 126. Vereinsjahr, wird höchstwahrscheinlich am 125. gemessen. Dabei stehen immer wieder im Blickpunkt unsere fachliche Aus- und Fortbildungsarbeit an den Schreibtechniken, also die Resonanz in unseren Grundkursen für Anfänger bzw. die Leistungsfortschritte in der Fortbildung mit den Ergebnissen unserer Wettschreiber/innen bei Wettschreiben und Meisterschaften. Alle Jahre wieder ist dies eine Gratwanderung; die Balance zu halten hängt zu großem Teil von Solidarität und Loyalität unserer Mitglieder und Kursteilnehmer ab, zumal auch bei bestem Willen die ideellen Entwicklungen in unserer Gesellschaft zu überwinden sind.

Auch wenn unsere personellen Ressourcen alles andere als größer werden, so sind wir doch zuversichtlich, dass wir unseren satzungsgemäßen Auftrag erfüllen können … unter eben diesen Voraussetzungen, dass wir unseren guten nationalen Ruf halten können … mit eben der unumgänglichen Hilfe. Darüber wiederum freut sich unsere Goslarer Stenofamilie, um deren Zusammenhalt es zu guter Letzt immer gehen wird, und zwar vorrangig. Wir verlassen uns auf die notwendigen Kräfte; mögen diese jedem Einzelnen und uns als Gemeinschaft erhalten bleiben, nicht nur, aber zunächst in diesem neuen Jahr.

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Zügiger Start

Das Frühjahrssemester mit Beginn am 9. Januar 2017 ruft zu neuen Taten auf. Dieser Ruf gilt zunächst den bereits Schreibkundigen, die ihre Fortbildung endlich oder gleich wieder aufnehmen, die ihre Fertigkeit in Silben und Anschlägen ausbauen wollen zu größerer Sicherheit bzw. Schnelligkeit. Jedes Ende muss auch sofort wieder neuer Beginn sein; denn es ist hinlänglich bekannt, wie schnell Leistungsfähigkeit verloren gehen kann, wenn sie nicht permanent gepflegt wird. Nachstehender Unterrichtsplan vermittelt die möglichen Ansätze. Aber es geht aus diesem auch hervor, welche Möglichkeiten für Anfänger ohne Vorkenntnisse wir in unseren Grundkursen anbieten … in Kurzschrift ab 6. Februar, … im Zehn-Finger-PC-Tastschreiben – sowohl für Schüler wie für Erwachsene – ab 8. Februar. Ein Semester zu „opfern“ ist wirklich nicht zu viel, wenn man den direkten und indirekten Zeitgewinn ein Leben lang nutzen kann. Völlig dahingestellt, welcher Beruf zu einem hohen Grad das menschliche Dasein schon bestimmt oder auf Sicht bestimmen wird, mit Schreibfähigkeit und –fertigkeit auf praxisgerechtem Niveau kann man mit Routine den Kopf frei bekommen für anderweitigen Einsatz. Informieren Sie sich selbst, informieren Sie vor allem andere, sorgen Sie dafür, dass diese Binsenwahrheit wirkungsvoll verbreitet wird, - am besten unverzüglich … bei jeder passenden Gelegenheit.

>> Kursangebot

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Wichtige Hilfe

Wir wiederholen, dass hinsichtlich Ausgewogenheit und Ergiebigkeit unserer Vereinsarbeit mehr denn je und mit zunehmender Tendenz die Übereinstimmung mit unseren Mitgliedern sowie die Hilfsbereitschaft derselben nahezu unabdingbar sind. In unserer Gesellschaft schlägt in vielen Bereichen das Pendel zwischen Geben und Nehmen zur unerfreulichen Seite aus, sodass es oftmals die eine Hand nicht mehr schafft, die Versäumnisse der anderen Hand auszugleichen.

Mit unseren 125 Jahren fühlen wir uns logischerweise der Tradition verbunden, müssen unsere Bildungsarbeit aber natürlich den aktuellen Bedürfnissen anpassen. Der Blick für die hieraus resultierenden Erfordernisse wird zu unserem Leidwesen von den politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen überwiegend nicht klarer, sodass ständig zu Lasten anderer (nützlicher) Möglichkeiten Ausgleich ansteht. Wir sprechen nicht über Integration, Inklusion oder Ähnliches, das sicher spontan und sporadisch zusätzlichen Aufwand verursacht. Vordergründig geht es uns um nicht mehr und nicht weniger als die überzeugende Darstellung des rationellen Schreibens getreu unserem Motto „Schneller als andere“.

Erläutern … argumentieren … überzeugen … gewinnen, - dieser Kreislauf beinhaltet nicht nur für jeden Beteiligten schöne Erfahrungen und führt über diese immer wieder zu neuer Motivation. Damit ist die Hoffnung verbunden, Bildung zu vermitteln, das Schreiben zu rationalisieren sowie Kultur zu bewahren. Allerdings geht dies alles nur mit Mitstreitern in voller Tragweite einerseits wie mit Aspiranten auf der anderen, … losgelöst von jeglichen Einschränkungen.

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Kärglicher Rest

Weihnachtspause hin, Planung her, die Uhren ticken bereits für die Wiederaufnahme der stenografischen Arbeit: Die Vertreter der letzten drei Stenografenvereine der Region Süd im Norddeutschen Stenografenverband – Einbeck, Goslar, Wolfenbüttel – treffen sich traditionsgemäß am 14. Januar 2017 in Wolfenbüttel unter der Leitung von Christine Bone (Verbandsschriftführerin) zu einem zwanglosen Gedankenaustausch. Es ist auch diesmal kaum zu erwarten, dass sich qualitative Verbesserungen ergeben, die dann auch noch einfach vom Nachbarn übernommen werden können. Allein die Tatsache, dass man über die Probleme spricht, vermittelt Solidarität und Einvernehmen. Die „letzten Mohikaner“ rücken näher zusammen ohne spürbare Auswirkungen.

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Gutes Recht

Nicht nur, weil es das Vereinsrecht so will, sondern auch deswegen, weil der Dialog zwischen Vereinsführung und Mitgliedschaft unseren Stenografenverein Goslar zusammenhalten soll, setzen wir die nächste Jahreshauptversammlung für Mittwoch, 22. Februar 2017, 19:30 Uhr in Raum 009/BBS Am Stadtgarten an mit dieser Tagesordnung:

 
1. Begrüßung, Gedenken, Auszeichnungen
2. Bericht der Unterrichtsreferentin
3. Geschäftsbericht des Vorsitzenden
4. Rechnungslegung für das Geschäftsjahr 2016
5. Aussprache zu den Berichten
6. Bericht der Kassenprüfer/innen
7. Entlastung der Kassiererin/des Vorstandes
8. Ergänzungswahl eines Kassenprüfers
9. Satzungsergänzung
10. Verschiedenes

Wie immer ist diese ordentliche Mitgliederversammlung, zu der wir alle Mitglieder und gegebenenfalls Partner sehr herzlich einladen, die Gelegenheit für den Vorstand, Rechenschaft über die geleistete Arbeit abzulegen; die Mitglieder und Versammlungsteilnehmer wiederum können und sollen dies kommentieren und auch kritisieren, im Zweifelsfalle aber auch Vorschläge zur Vereinsarbeit einbringen. – Anträge zur Tagesordnung sind in schriftlicher Form bis zum 10. Februar der Vereinsführung vorzulegen. – Ausklingen lassen wollen wir diese Mitgliederversammlung wie üblich in einer nahe gelegenen Gaststätte. Über eine rege Beteiligung und Teilnahme würden wir uns natürlich sehr freuen.

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Lokaler Höhepunkt

 
Entsprechend der allgemein ständig enger werdenden Terminplanung eines jeden Einzelnen kündigen wir schon jetzt unsere

Stadtmeisterschaften 2017

in Kurzschrift, Texterfassung, Textbearbeitung am Samstag, 25. März, in den Berufsbildenden Schulen Goslar Am Stadtgarten, Heinrich-Pieper-Straße 3 – 7, an nach folgendem Zeitplan:

 (11:30 Uhr)   12:00 Uhr – PC-Wettbewerbe
                       14:00 Uhr – Kurzschrift

- jeweils Meister- und Praktikerklasse.

PC-Technik muss jeder Wettschreiber mitbringen, da die schulischen Geräte nicht zur Verfügung stehen. Die Ergebnisse der jugendlichen Teilnehmer fließen wie gewohnt in die nationale Wertung des 44. Bundesjugendschreibens ein. – Teilnehmergebühr: 3 Euro.

Aufgrund unserer Erfahrungen in letzter Zeit beziehen wir in unser Angebot zur Teilnahme auch jene Schriftfreundinnen und –freunde mit ein, die unter Umständen schon länger keinen Leistungsnachweis mehr absolviert haben. Wir erkennen punktuell einen Ansatz, dass Nachweise von Silben und Anschlägen wieder mehr Wert aufweisen. Urkunden, Preise, Meistertitel und die entsprechenden Wanderpreise sind auch weiterhin die angemessene Anerkennung.

Weitere Einzelheiten erfahren Sie jederzeit beim Vorsitzenden oder in den Fortbildungskursen einschließlich der Trainingsmöglichkeit.

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Stabiler Rumpf

 
Sehr markant und nachhaltig setzten sich unsere fünf Spitzenschreiber/innen beim Bundespokalschreiben am 6. November in Weimar in Szene, ohne bei diesem nationalen Mannschaftswettbewerb ihre sechs Kolleginnen aus den Vereinen Flensburg und Schleswig entscheidend mitreißen zu können.

In Kurzschrift ist erneut Wolfgang Groth – inoffiziell – bester deutscher Stenograf mit 475 Silben, womit er über alle Wettbewerbe in 2016 ungeschlagen blieb. Peter Birtel (350 Silben), Frank Büttner (350 Silben) und Hella Hobbie (320 Silben) zusammen mit Gabi Matthies (Flensburg/300 Silben) war allerdings der erhoffte Pokalsieg bei 2811 Punkten hinter Bayern (2971 Punkte) auch in diesem Jahr verwehrt.

Martina von der Eltz – als Mannschaftsbeste mit 534 Anschlägen auf Rang 6 – konnte ebenfalls nicht verhindern, dass die norddeutsche Mannschaft mit 48363 Punkten lediglich Rang 5 hinter den Siegern vom Ostdeutschen Verband (61497 Punkte) erreichte. In der dritten Disziplin Textbearbeitung, in der sie auf Rang 14 mit 117 Bearbeitungen rangiert, reichte es für sie zusammen mit drei Schleswigerinnen zu 47450 Punkten und dem 4. Platz hinter den Siegern aus Nordrhein-Westfalen (75250 Punkte).

Die „GZ“ berichtete am 14. November über diesen letzten Wettbewerb 2016 mit insgesamt 21 Mannschaften aus acht deutschen Verbänden auf einem sehr hohen Niveau, für das den „Nordlichtern“ der letzte Pfiff fehlte.

>> Zeitungsartikel Goslarsche Zeitung vom 14.11.2016

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Große Eintracht

 
40 Teilnehmer inklusive sieben Partnern – das ist eine durchaus bemerkenswerte Quote von leicht über 50 Prozent unserer Mitglieder – hatten die Einladung zur Feier des 125-jährigen Bestehens im Rahmen des Vereinsehrenabends am 19. November 2016 angenommen. Die Erwartung der Vereinsführung eines lebhaften, harmonischen, fröhlichen Beisammenseins wurde nach Kommentar etlicher Mitglieder voll erfüllt. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete das Trio „Immergrün“ mit einstündigen Gesangsdarbietungen aus Operette, Schlager, Musical, die irgendwie zum Abtauchen in träumerische Sphären verleiteten.

Die Ausführungen des Vorsitzenden zum Vereinsgeschehen in 125 Jahren wurden mit Interesse aufgenommen; insbesondere die Entwicklung in den letzten 50 Jahren zu einem Verein nationaler Bedeutung fand Beifall, wird sie doch von vielen Teilnehmern als selbst erlebt bestätigt. Auf der Grundlage des anwesenden durchschnittlichen „Dienstalters“ von 39,7 Jahren standen als weiterer Höhepunkt die Auszeichnungen für Jutta Hubitschka (60 Jahre), Christa Hartwig, Christa Groth, Regina Groth, Dr. Wolfgang Hund, Anke Hunger (alle 40 Jahre) sowie Astrid Ghaly (25 Jahre) mit den Ehrenzeichen und Urkunden des Deutschen Stenografenbundes an. Sogar der Vorsitzende musste eine Würdigung seiner 50-jährigen Vorstandsarbeit „ertragen“.

Dieser Abend offenbarte große Freude und Harmonie und wird den Teilnehmern in sehr guter Erinnerung bleiben.

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Deutsche Sprache

 
„Leichte Sprache“ – was ist das? Schon einmal gehört? – Unzählige Vorschläge und Diskussionen im Zuge sozialer Bemühungen – beispielsweise Integration – haben seit Längerem zu einer „Vereinfachung“ unserer Muttersprache geführt, die mancher vielleicht einer Modernisierung mit dem Angleichen an stilistischen Verfall zuordnet. Einem überzeugten Anhänger der deutschen Sprache kann dies wohl kaum gefallen, weil die ungeregelten Methoden zu dieser „Erleichterung“ seinen angeborenen und/oder erlernten Patriotismus „einfach stören“.

Aus einer regelmäßigen Beilage zu einer politischen Wochenzeitung des Deutschen Bundestages konnte man zum Beispiel bereits vor Langem zum Thema Digitales u. a. dies entnehmen; wir zitieren:

Die Digitale Agenda – was ist das: Heute benutzen viele Menschen Computer. Diese Computer sind meistens vernetzt. Und das über das sogenannte: Inter-Net. Das wird in sehr vielen Lebensbereichen so gemacht. Die Welt hat sich dadurch verändert. Sie wurde immer digitaler.

Die Vorteile: 1. Bildung: Durch das Inter-Net gibt es viele Möglichkeiten. Und das in allen Lebens-Bereichen: In der Freizeit. Und auch beim Arbeiten.

Und so weiter, und so fort. Haben Sie alles verstanden, was Ihnen da so „leicht gemacht“ wird? Aber Sie haben sicher erkannt, dass auf Satzgefüge, auf Nebensätze verzichtet wird, dass grammatische, orthografische sowie gängige stilistische Regeln vernachlässigt werden.

Für Germanisten und andere Sprachexperten ist dies wohl sehr gewöhnungsbedürftig. Aber noch muss man sich diese spezielle Form der Artikulation ja nicht aneignen. Wer mehr dazu lesen will: „www.bundestag.de/leichte_sprache“ bietet mehr.

Diese Anmerkungen bringen uns auf eine weitere ständige Diskussion, ob eine Rettung der deutschen Sprache überhaupt nötig ist. In einem Pressebericht „Junge Szene“ aus 2014 lesen wir, dass sie sicherlich noch nicht tot ist, dass allerdings viele alte Begriffe vom Aussterben bedroht sind, dass jedoch eine Sprache nicht ohne Grammatik und Rechtschreibung funktionieren kann. In diesem Zusammenhang wird festgestellt, dass ein Tag ohne „Denglisch“ und die eingebürgerten Begriffe eigentlich ganz gut funktioniert. Die Frage dabei ist schon, ob eingedeutschte Begriffe wie beispielsweise „Laptop“ mittlerweile ihren festen Platz in unserer Sprache erkämpft haben und nicht als die vielgeschmähten Anglizismen empfunden werden im Gegensatz zu „coolen“ oder „hippen“, die deutlich temporären Einflüssen unterliegen.

Der Verband „Deutsche Sprache“ propagiert, dass wieder mehr auf Grammatik und Rechtschreibung geachtet werden muss; dazu die logische Einschätzung, dass ein einziger Tag nicht einziger werden, also nicht gesteigert werden kann, und das total überfüllt auch nicht totaler werden kann.

Nun bleibt nur noch die Frage offen, ob unsere deutsche Sprache durch solch revolutionäre Ideen wirklich einfacher oder leichter wird. Sie ist doch schon schwer genug!

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Zuletzt aktualisiert: 30.12.2016

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