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Stenografen-Verein
Goslar E. V.
Januar/Februar 2012
Auf ein Neues
Neue Kurse Wörter unter der Lupe Jahreshauptversammlung Stadtmeisterschaften Rätsel Bundespokalschreiben Vereinsehrenabend Seniorenmeisterschaften Dank an die Spender Vereinsnachrichten
per E-Mail
Sentimental werden wohl die meisten
Menschen gegen Jahresende; und diese Besinnlichkeit wird dann nur kurz von
Freude und Überschwang des Weihnachtsfestes unterbrochen, bevor zusammen mit
dem Rückblick auf den Ausblick ins neue Jahr daraus oder auch beiläufig die Gedanken
in die Zukunft schweifen mit den bangen Fragen, was dieses wohl an
Herausforderungen bereithalten würde.
Auf
ein Neues!
So wird es auch jetzt an der Schwelle
zwischen 2011 und 2012 – ein Tag mehr! – den allermeisten von uns wieder gehen.
Kaum sind diese sich darüber klar geworden, ob Demut, Bescheidenheit,
Dankbarkeit nicht auch eine gewisse Hoffnung beinhalten, da richten wir uns auf
das kommende Jahr ein mit der Frage: Werden bei jedem selbst und bei den Weggefährten
Gemeinschaftssinn, Hilfsbereitschaft, Einfühlvermögen, Partnerschaft,
Verantwortung, Verständnis, Zuneigung und Zuverlässigkeit so ausgewogen sein,
dass nicht nur Vertrauen, Geborgenheit und Sicherheit gewährleistet sind,
sondern dass sich Wünsche für und in diesem neuen Jahr erfüllen?
Dies und mehr bewegt uns, und die
Antwort wird und muss die Zeit bringen … auch und vor allem unter dem Einfluss
von politischen und gesellschaftlichen Veränderungen und Risiken. Dies gilt für
jeden persönlich, für übergeordnete Vereinigungen, für die Menschen insgesamt.
Hierfür den Sinn zu schärfen, dies bedarf einer gewissen Disziplin mit manchem
unbequemen Zugeständnis. Wir wünschen allen unseren Mitgliedern, unseren
Schriftfreundinnen und –freunden in nah und fern sowie deren Partnern und
Angehörigen das Geschick und das Glück, das Schicksal weitgehend selbst beeinflussen,
sich gegen unvermeidliche Einschnitte wehren zu können.
Auf unsere stenografische Gemeinschaft
erweitern wir diese Gedanken: Im Bewusstsein immer schwierigerer
Rahmenbedingungen wollen wir unvermindert und erfolgreich unseren Beitrag
leisten zur Jugend- und Erwachsenenbildung, zu elementaren Fertigkeiten beim
Denken und insbesondere beim Schreiben. „Schneller als andere“ bezeichnet nicht
nur elitäre Spitzenleistungen, sondern dieses unser Motto meint ganz selbstlos die
für jedermann hilfreiche Grundfertigkeit, um aus gewonnener Zeit letztlich
wieder geistigen Freiraum zu gewinnen.
Unseren Bildungsauftrag unserer
Vorstellung gemäß zu erfüllen ist jedoch vorrangig mit ausreichender Resonanz
und Beteiligung verknüpft als solider Arbeitsgrundlage für die, die sich mit
uns für Kurzschrift, Tastschreiben, Textgestaltung einsetzen. 2012 ist mit
unseren großen, aber auch lebensnotwendigen Hoffnungen ausgestattet. Allen ein
herzliches Glückauf!
Die Vereinsführung
Neue
Kurse = neue Chancen
Wer schreibt, der bleibt; die
Zweideutigkeit dieses geflügelten Wortes kann man durchaus erweitern zu „Wer
schneller schreibt, der bleibt länger“. In unserer Zeit von Schnelllebigkeit
und Überforderung hat diese Definition – dies propagieren wir immer wieder –
vielfältige Bedeutung … organisatorisch wie sozial. Daher lassen wir unsere
bewährten und die neuen Kursteilnehmer auch nicht über Gebühr warten.
Ab 9. Januar haben alle schriftkundigen
Fortgeschrittenen völlig unabhängig vom derzeitigen Leistungsstand in unseren
entsprechenden Kursen die Möglichkeit, ihre Silben und Anschläge zu festigen
und zu steigern, also schneller zu werden. Wer nicht zu denen gehören will, die
sich irgendwann ganz plötzlich qualifizieren müssen, der oder die beugt am
besten durch das umgehende, rechtzeitige, zielstrebige Trainieren seiner/ ihrer
Schreibfertigkeit vor. Der mehr als bescheidene Mitgliedsbeitrag, also eine
kaum spürbare finanzielle Belastung rechtfertigen ohne Frage eine permanente
Vervollkommnung vorhandenen Könnens.
Am 6. bzw. 8. Februar – mit Beginn des
Volkshochschulsemesters - bieten wir wie gewohnt unsere Grundkurse für Anfänger
in Kurzschrift und Zehnfinger-Tastschreiben an … für Erwachsene abends und für
Schüler nachmittags. Hier richtet sich unser Aufruf an alle unsere Mitglieder,
über ihre eigenen Interessen hinweg Überzeugungsarbeit bei jenen Mitmenschen zu
betreiben, die immer noch unkundig und verkrampft das unvermeidliche Schreiben
bewältigen, die also nicht wissen, dass systematisches Kurz- und
Schnellschreiben auf Sicht zu messbarem Zeitgewinn führt, der in keinem
Verhältnis zur Kursgebühr steht.
Helfen Sie uns also mit überzeugender
Werbung bei der Gewinnung von Kursteilnehmern. Machen Sie Ihren Verwandten,
Freunden, Kollegen, Nachbarn klar, welchen Vorteil sie erzielen, wenn sie
vorhandene Technik effizient nutzen, wenn sie schneller sind als andere. –
Nachfolgender Unterrichtsplan informiert über unsere Angebote. Natürlich aber
können Sie uns jederzeit um zusätzliche Erläuterungen und Tipps ansprechen.
Jeder Beitrag zur Festigung und Ausweitung von Bildung hilft unserer
Gesellschaft (und Wirtschaft) … über bildungspolitische Versäumnisse hinweg. >> Unterrichtsplan Frühjahressemester 2012
Wörter
unter der Lupe
Unter dieser Rubrik stießen wir darauf,
dass SCHULE einstmals freie Zeit bezeichnete. Ursprünglich bezeichnete das
griechische „schole“ tatsächlich „Innehalten in der Arbeit“, also sich dem
Schönen im Leben widmen. Als dann die ersten Kloster entstanden, entwickelte
sich daraus das lateinische „schola“ und meinte die wissenschaftliche
Betätigung der Mönche während ihrer freien Zeit, stand gleichzeitig aber auch
schon für den Unterricht und den dafür benutzten Ort.
Heute nun wird mit sieben Jahren
spätestens eingeschult, frühestens acht Jahre später wieder ausgeschult …
zumindest für diejenigen, die lediglich das Minimum an Wissen in Anspruch
nehmen; bei anderen kann das Lernen fürs Leben auch zwölf oder mehr Jahre
dauern. Welche Genera-tion von Schülern aber bilanziert diese Lebensphase als
Freizeit? Vielmehr hören wir doch immer vom Schülerstress, womit doch wohl
etwas anderes gemeint ist.
Hierzu passt auch der zweite Begriff GRIFFEL,
wobei allerdings nur die deutlich älteren Jahrgänge sich daran erinnern, wie
schauerlich Griffel kreischen können, wenn Schüler ihre Buchstaben mit harten
Schieferstiften auf ebenso harte Schiefertafeln kratzten. Doch dies war
materialsparend, weil man zum Schluss alles wieder wegwischen und erneut beginnen
konnte.
Abgeleitet ist der Begriff wohl aus
„graphium“. In der Antike ritzte man mit einem Metallstift Buchstaben und
Zahlen in kleine Wachstafeln. Und im Mittelalter wurde daraus das beinahe schon
vertraut klingende „griffil“. Ja, und das aus diesem allen irgendwann die
Nachsilbe „graph(f)“ entstand, die eindeutig etwas mit Schreiben zu tun hat,
weiß ein jeder. Nur beiläufig anmerken wollen wir, dass die geometrischen
„Tironischen Noten“ des römischen Sklaven Tiro als erstes bekanntes
Kurzschriftsystem gelten.
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Jahreshauptversammlung
am Mittwoch,
22. Februar 2012, 19:30 Uhr in
den Berufsbildenden Schulen Am Stadtgarten, wahrscheinlich
Raum U 19
Zu dieser vom Vereinsrecht und unserer
Satzung vorgeschriebenen ordentlichen Mitgliederversammlung laden wir Sie
herzlich ein.
Mit der Tagesordnung
1. Begrüßung, Gedenken, Auszeichnungen
2. Bericht der Unterrichtsreferentin
3. Geschäftsbericht des Vorsitzenden
4. Rechnungslegung für das Geschäftsjahr 2011
5. Aussprache zu den Punkten 2 bis 4
6. Bericht der Kassenprüfer/innen
7. Entlastung der Kassiererin/des Vorstandes
8. Wahl des Vorstandes und eines Kassenprüfers
9. Verschiedenes (Wettbewerbsauszeichnungen)
gibt der Vorstand Rechenschaft über die
geleistete Arbeit und der Mitgliedschaft Gelegenheit für Kritik, Anerkennung,
Vorschläge für die Vereinsarbeit. Anträge zur Tagesordnung müssen der
Vereinsführung zum 15. Februar in schriftlicher Form vorliegen. Den
Abschluss bildet wie gewohnt der gesellige Teil in einer benachbarten Gaststätte.
Über die rege Beteiligung zahlreicher
Mitglieder einschließlich Partner würden wir uns ebenso freuen wie über den
geselligen Ausklang.
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Stadtmeisterschaften
2012
Schon jetzt weisen wir auf diesen
Termin und damit auf den örtlichen Höhepunkt unserer Jahresarbeit hin. Am Sonnabend, 10. März 2012 werden zu noch
festzulegenden Zeiten in Kurzschrift, Texterstellung und Textbearbeitung die
Stadtmeister und Jugendbesten ermittelt. Daneben schreiben wir um die
hinlänglich bekannten Wander- und Ehrenpreise … wie gewohnt in den
Berufsbildenden Schulen Am Stadtgarten. Die weiteren Einzelheiten erfahren Sie
in den nächsten Vereinsmitteilungen bzw. im Unterricht.
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... in veränderter Form – hat nach wie
vor den Sinn, mit interessierten Mitgliedern in Telefonkontakt zu kommen. Zwar
haben wir in jüngster Zeit grundsätzliche Aussagen zur bisherigen Gestaltung
dieses Wettbewerbs erfahren, doch letzten Endes bewegt uns die rückläufige Resonanz
dazu, die vielleicht etwas abgegriffene Form so aufzupeppen, dass der ursprüngliche
Sinn wieder stärker beachtet wird.
Ab sofort werden die zu suchenden
Lösungen mehr allgemeine Bedeutung aufweisen. Auf vielfachen Wunsch stellen wir
die Stenogläser ein. Stattdessen werden wir für jede Teilnahme in der Abstufung
5 – 3 – 2 – 1 Punkte vergeben, die über die sechs Aufgaben in eine
Jahreswertung eingehen; für den Jahressieger werden wir uns eine andere
„Belohnung“ überlegen.
Die richtige Lösung „Schneller
schreiben“ gaben im November 2011 sieben Mitglieder durch, von denen die ersten
drei Martina von der Eltz, Hannelore Schindelasch (OL) und Burgunde Birk waren
… mit oder ohne Stenoglas. Insgesamt hatten wir im vergangenen Jahr 30 Anrufer,
und dies ist zweifellos ausbaufähig!
Nun also die erste Aufgabe im neuen
Jahr: In den aufgeführten Wörtern
Mahr – Kalb – Maß – Leck – Kulm – Harn
– Baby – Muse – Grab
ist jeweils der letzte Buchstabe durch
einen anderen zu ersetzen, damit ein neuer Begriff entsteht, der einen
katholischen Kirchenfesttag in diesen beiden ersten Monaten wiedergibt.
Also: Nicht lange zögern, raten, 42534
anrufen, Punkte sammeln. Wir sind sehr gespannt, ob unsere einschlägigen
Überlegungen zu einer markanten Belebung führen werden, und freuen uns darauf.
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Ergebnisse
Einbeck 5. November
Zum 23. Bundespokalschreiben hatte der
Deutsche Stenografenbund seine Verbände eingeladen; 67 Schreiber/innen in 15
Mannschaften aus sieben Verbänden schrieben in Kurzschrift, Texterfassung sowie
Textbearbeitung um die Bundespokale, was gegenüber dem Vorjahr leichten
Rückgang bedeutet. 425 Silben, 595 Anschläge bzw. 171 Textbearbeitungen waren
die besten Einzelleistungen.
Zu den 13 Wettschreibern des
Norddeutschen Stenografenverbandes zählten unsere Spitzenschreiber/innen
Wolfgang Groth (2. mit 400 Silben), Peter Birtel (10. mit 300 Silben) und
Martina von der Eltz (8. mit 529 Anschlägen), trugen so zu den gewohnt guten
Plätzen der „Nordlichter“ bei:
Texterstellung = Sieger mit
57 914 Punkten vor Bayern und NRW
Kurzschrift = 2. mit 2
594 Punkten hinter Bayern (2838) und vor Hessen
Textbearbeitung = 3. mit 35
150 Punkten hinter Nordrhein-Westfalen (53 350) und Nordwestdeutschland
Einmal mehr beglückwünschen wir unsere
und auch die übrigen norddeutschen Cracks.
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Vereinsehrenabend
am 12. November
Traditionell hatten wir diesmal wieder
in den „Bären“ gebeten; und 29 langjährige Mitglieder – durchschnittliches
„Dienstalter“ 40,6 Jahre! – zuzüglich 5 Partner, somit 34 Teilnehmer
kennzeichneten die 58. Auflage dieser Veranstaltung. Schmackhaftes Essen, viele
angeregte Gespräche mit Erinnerungen und Erfahrungen sowie die unvermeidlichen
Anmerkungen des Vorsitzenden zur Lage regten Körper und Geist an. Andererseits
wurden aber auch einige Missverhältnisse und Defizite in der Vereinsarbeit
bemängelt und die notwendigen Hilfen angesprochen.
In dieser wie gewohnt geselligen
Atmosphäre wurden Ilsemarie Geilhaar, Margot Hartmann und Helga Wolff für 60-
bzw. 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. Eine besondere Auszeichnung erfuhr Inge
Biedermann mit dem Ehrenbrief des Deutschen Stenografenbundes mit silberner
Nadel. Wir gratulieren auch an dieser Stelle nochmals.
Seniorenmeisterschaften
26. November in Dresden
Die an vielen Stellen weihnachtlich
geschmückte Hauptstadt des Freistaats Sachsen war das Ziel der deutschen
Senioren (50 +) für die Deutschen Meisterschaften 2011 in Kurzschrift und
PC-Schnellschreiben, wozu 34 Schreiber/innen angereist waren. Die
Höchstleistungen sind 475 Silben bzw. 531 Anschläge. Alle sechs Titel in
den beiden Altersklassen (unter bzw. über 65) gingen einschließlich Kombination
nach Leipzig. Die renommierte Jutta Wichmann erschrieb sich souverän den Wanderpokal
für die beste Allrounderin.
Leider konnten wir keine eigenen
Mitglieder stellen; dafür aber waren wir an Durchführung und Auswertung mit
vier Mitarbeitern beteiligt. Vielleicht ist die nächste Meisterschaft im Sommer
in Marburg für den einen oder anderen schreibenden Senior aus Goslar ein Thema.
Heißer Dank
Immer wieder in den
letzten Jahren bewegt uns die bange Frage, mit welcher Großzügigkeit uns
besonders mit uns verbundene langjährige Mitglieder finanziell unter die Arme
greifen würden. Tief gerührt und mehr als erfreut dürfen wir uns einmal mehr für
1.196 Euro an Spenden – teilweise über den regelmäßigen Beitrag hinaus – bei
diesen Mitgliedern herzlich bedanken: Peter Birtel, Martina von der Eltz, Heinz
Fricke, Ilsemarie Geilhaar, Margot Hartmann, Ehepaar Koschel, Doris Müller,
Helga Steinbrink, Marlys Wesemann.
Wer unseren
Jahresetat kennt, wer unsere ständigen Bemühungen um Einsparung unter dem
Einfluss rückläufiger Einnahmen verfolgt, der und die wird nachfühlen können,
wie gut uns dieser „warme Regen“ tut. Mit dieser bemerkenswerten materiellen
Unterstützung unserer Vereinsarbeit sollte es uns trotz mancher negativer
Entwicklung möglich sein, auch 2012 „unsere Preise“ zu halten, eine immer
schlecht einschätzbare Anhebung des Beitrags aufzuschieben. Die Goslarer
Stenofamilie sagt herzlichen Dank.
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Goslarer
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übersenden wir unseren Mitgliedern und Freunden die kompletten
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| Zuletzt
aktualisiert: 03.01.2012 |

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