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Stenografen-Verein
Goslar E. V.
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den Vereinsmitteilungen |
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November/Dezember 2011
Semester und Ferien
Norddeutsche Meisterschaften Semesterabschluss Bundespokalschreiben Seniorenmeisterschaften Rätsel Nachruf Jahresrückblick Weihnachtsgruß
Semester und Ferien
Ganz so intensiv = erholsam
wie die Sommerpause sind die Herbstferien sicher schon deswegen nicht, weil
Beginn und Verlauf des einen bereits wieder Überlegungen für das kommende
Semester erfordern. Die hohen Erwartungen an das laufende Herbstsemester konnte
dieses bei weitem nicht erfüllen; denn unsere Grundkurse konnten wir
bedauerlicherweise nur im Verhältnis eins zu zwei durchführen, Dass Kurzschrift
derzeit entgegen dem unübersehbaren Effekt nicht die angemessene Resonanz
erfährt, ist leider seit längerem offensichtlich. Dass jedoch das
Zehn-Finger-Tastschreiben nur noch mit großen Mühen zur Kursteilnahme
„verführt“, ist ebenso neu wie unverständlich; lediglich 10 Teilnehmer/innen im
Schülerkurs konnten wir begrüßen, während der Abendkurs für Erwachsene nicht
annähernd die Mindestbeteiligung erfuhr. Nach unserer festen Überzeugung liegt
dies nicht an fehlender Bereitschaft, sondern nahezu ausschließlich an
unzureichender Aufklärung und Ein-schätzung all jener, die eigene
Schreibfertigkeit und damit die rationelle Nutzung der Tastatur eher
eigennützig einschätzen, als ihre Überzeugung über die unschätzbaren Vorteile
des Tastschreibens und der Textverarbeitung an unkundige Mitmenschen
weiterzugeben.
Und genau an diesem Punkt
müssen wir einmal mehr alle unsere Mitglieder ansprechen, wenn wir auf
das bevorstehende Frühjahrssemester hinweisen. Wer schreiben muss oder will,
der tut dies heute zunehmend am PC. Und so wie niemand sein Auto schiebt, wenn
er oder sie die Fahrberechtigung erworben hat, so sollte auch niemand die
Tasten mit
zwei Fingern malträtieren,
sondern die Griffwege mit zehn Fingern effizienter ertasten und bedienen. Alle
Welt spricht über Zeitmangel, lässt aber so die Chance aus, deutlich Zeit zu
gewinnen und für die eigentliche geistige Tätigkeit einzusetzen, „schneller zu
sein als andere“! Und die Schonung von Muskeln, Gelenken, Nerven und der
Wegfall von entsprechenden Therapien kommt noch oben drauf. Wahrscheinlich muss
hier aber erst wieder plötzlich und unerwartet unser Krankenversicherungssystem
die Kosten begrenzen, bevor jemand vorbeugt.
Die maßgeblichen und wichtigen
Termine sind der 9. Januar 2012 für die Fortbildungs- sowie der 6. Februar 2012
für die Grundkurse in Kurzschrift und im Tastschreiben. Auch wenn wir in der
nächsten Ausgabe nochmals mit den Einzelheiten hierzu auf sie zukommen, sollten
sich schon jetzt alle unsere Mitglieder und Kursteilnehmer, alle Freunde und
Kenner unserer Schnellschreibfertigkeiten aufgefordert fühlen. sich an der notwendigen Aufklärungs-
und Überzeugungsarbeit zu beteiligen. Das Wohl unseres Vereins geht alle an,
nicht nur die Vereinsführung.
Starke Schreiber
Dies war die Schlagzeile
unserer „GZ“ am 11. Oktober zu den diesjährigen norddeutschen Meisterschaften
am 24./25. September in Oldenburg. Wie in den letzten Jahren wurden gemeinsam
mit dem nordwestdeutschen Verband die Titelträger 2011 in Kurzschrift, in
Texterstellung/ -be- arbeitung, professioneller Textverarbeitung sowie im Mehrkampf
bei den Erwachsenen, Jugendlichen und Schülern ermittelt. Und wenn wir aus
Vereinssicht unseren Auftritt mit der Folgerung „wir sind glimpflich davongekommen“
kommentieren, so hat dies überhaupt nichts mit den hervorragenden Leistungen
unserer fünf Wettschreiber/innen zu tun, sondern soll einfach die bedenkliche
Situation zum Ausdruck bringen, dass unsere „Leistungszentren“ Kelkheim und
Homburg (Saar) die Kastanien aus dem Feuer holten, während die heimischen
Schnellschreiber/innen sich vornehm zurückhielten. Das „weinende Auge“ muss somit
deutlich beklagen, dass die Groth’s nicht unbedingt für ihre
Familienmeisterschaft nach Norden reisen müssen. Das „lachende Auge“ aber freut
sich natürlich maßlos über die erzielten Ergebnisse mit fünf Verbandstiteln für
Michael (Schüler) und Wolfgang. Die übrigen neun von insgesamt 14 Titeln aber
gingen an Oldenburg und Soltau. Über 50 Wettschreiber/innen aus elf niedersächsischen
und schleswig-holsteinischen Vereinen absolvierten 117 Starts in den vier
Disziplinen, wobei wir mit 20 nur Drittstärkste sind. Wir gratulieren unseren
Teilnehmern zu den folgenden Leistungen, die hoffentlich nachzuahmende
Beispiele sind:
Peter Birtel: 6. Rang mit 350 Silben / III
in Kurzschrift, 10. Rang mit 304 Anschlägen / II im Tastschreiben;
Clarissa Groth: 3. mit 237 A. / II, 4. mit 65
AK in TBG (Jugend);
Michael Groth: 1. mit 220 S. / II, 1. mit 280
A. / III, 1. mit 108 AK / III, 1. im Mehrkampf (Schüler);
Regina Groth: 10. mit 240 S. / III, 14. mit
72 AK / III;
Wolfgang Groth:
1. 1. mit 425 S. / III, 17. mit 257 A. / III, 10. mit
86 AK / III, 4. im Mehrk.
Berichtigung Ein bedauerlicher
Übertragungsfehler hat in unserem Bericht über die Weltmeisterschaften in Paris
für Clarissa Groth eine falsches Ergebnis wiedergegeben: In der Textbearbeitung
schaffte sie 70 AK (statt 53).
Semester-Abschlussschreiben in der KW 49
Im Rahmen unseres Unterrichts
kann jedermann den Leistungsstand und die –fortschritte in Kurzschrift,
Tastschreiben und Textbearbeitung nachweisen. Unsere regelmäßigen Unterrichtsteilnehmer/innen
erfahren die Einzelheiten automatisch dort; nicht regelmäßige Interessenten erkundigen
sich bei Unterrichtsleiterin bzw. Vereinsführung, wann der geeignete Zeitpunkt
ist. Teilnehmergebühr: EUR 1,00 pro Wettbewerb.
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23. Bundespokalschreiben am 5./6. November in Einbeck
Die deutschen
Stenografenverbände benennen für diesen nationalen Wettbewerb jeweils drei- bis
fünfköpfige Mannschaften in den Disziplinen Kurzschrift, Texterstellung,
Textbearbeitung. Die siegreichen Mannschaften erhalten jeweils für ein Jahr den
entsprechenden Wanderpokal. Unter den 13 Wettschreiber(inne)n des Norddeutschen
Stenografenverbandes werden drei aus unserem Verein mitkämpfen.
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Deutsche Seniorenmeisterschaften am 26. November in Dresden
Für die etwas reiferen Stenografen
und Tastschreiber werden in zwei Wertungsklassen (ab 50 und ab 65 Jahre) in
Kurzschrift und Texterstellung sowie in der Kombination die nationalen Meister
ermittelt. In den Reihen unserer Mitglieder hat der Gewinn an Lebensjahren
leider auch den Abstand zu Leistungsschreiben vergrößert, sodass unser Verein
immer wieder nur mit den unermüdlichen Mitarbeiter(inne)n vor Ort ist. Einmal
mehr appellieren wir an unsere „Langjährigen“, vielleicht doch noch einmal
einen Leistungsvergleich (Grund- und Praktikerklassen) ins Auge zu fassen.
Mitfahrgelegenheit ist kein Problem; eine „Bestandsaufnahme“ im Unterricht wird
zur Orientierung jederzeit möglich sein.
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Vier Anruferinnen im
September, das ist unterhalb des Limits und bestätigt leider die Resonanz in
den bisherigen fünf Aufgaben dieses Jahres! Rätselmüde oder glasreich? Jeder
wird verstehen, dass der Aufwand in vertretbarem Verhältnis zum Ergebnis stehen
muss. Bestätigt wurde uns dies durch regelmäßige Teilnehmerinnen, die wegen
Platzmangels künftig freiwillig auf das Stenoglas verzichten. Das kommt uns
entgegen, und daher werden wir ab Januar dieses nicht mehr ausloben, aber
weiterhin einen Anrufimpuls in irgendeiner Form provozieren.
Die richtige Lösung (sehr
leicht!) im September lautete „CURSOR“, von allen Anruferinnen richtig gelöst;
die Gewinner sind Martina von der Eltz, Marlys Wesemann und Christa Hartwig.
Nicht unerwähnt bleiben darf, dass auch unsere Präsidentin aus Oldenburg ihre
richtige Lösung durchgab. Einige unserer regelmäßigen Mitrater vermissten wir
dagegen.
Um allen Mitgliedern noch
einmal eine Chance zu geben, haben wir auch für diesen Monat eine – immer
schwieriger zu gestaltende – Aufgabe „gebastelt“: Nach dem Motto
„Versteckrätsel“ haben wir in den Wörtern
Entspannung
– Filmcutter – Unbehagen – Unnahbarkeit – Kreisel Klabauter – Schlaumeier –
Schreiner – Schrauber – Südsudan – Weltcupsieger – Schamott – Krater –
Legostein – Billet – Hibiskus – Dreherei – Pneumonie
jeweils einen Begriff mit drei
Buchstaben versteckt. Diesen müssen Sie finden, um dann mit den
Anfangsbuchstaben in gegebener Reihenfolge die eigentliche Lösung
herauszubekommen: Eine Kernaussage für unser Anliegen in zwei Wörtern mit
insgesamt 18 Buchstaben. In keinem Fall haben wir Abkürzungen verwendet.
Also: Nichts wie ran an das
Rätsel, raten und kombinieren, sofort 42534 anrufen und kommunizieren, vor
allem aber eine der letzten drei Gläser gewinnen. Wir freuen uns. Viel Erfolg!
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Wir trauern um
Albert
Menge,
der am 30. August 2011 nach langer
schwerer Krankheit im 76. Lebensjahr in der Klinik in Göttingen seinen
Lebenskampf aufgeben musste. Im Verlauf mehrerer Jahre hatten sich seine
organischen Schädigungen durch diese teuflische Krankheit zu einem Ausmaß
summiert, dem dieser im Grunde lebenslustige Mensch nicht mehr standhalten
konnte.
Als Ehemann unserer langjährigen
Vereinskassiererin war er 1992 neben seinen anderweitigen sportlichen
Engagements zu uns gestoßen. Wenn auch nicht vom Fach, so hat er uns bei vielen
Veranstaltungen selbstlos und uneingeschränkt immer wieder zur Seite gestanden.
Am 2. September mussten wir nun endgültig Abschied von ihm nehmen, und er
bleibt uns allen als vitaler, freundlicher, hilfsbereiter Freund dauerhaft in
Erinnerung. Wir danken ihm und gönnen ihm seine ewige Ruhe.
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Jahresrückblick
Es gehört zu den
Obliegenheiten zum Ende eines Jahres, dessen Verlauf zusammenzufassen. So
wollen wir auch für 2011, für das 120. Jahr unseres Stenografen-Vereins kurz
Bilanz ziehen, ohne dass dies ein
Geschäftsbericht werden soll, der zu einem anderen „offiziellen“ Zeitpunkt
zu erteilen sein wird. Unser gesamtes Handeln richtet sich stets nach unserem
Satzungsauftrag, der nicht nur im Bewusstsein der verantwortlichen Mitarbeiter
verankert sein sollte, weil die erkennbare Umsetzung letztendlich ganz allgemein
das fachliche Ergebnis der Vereinsarbeit ausmacht.
Dieser Bildungsauftrag wird beeinflusst
von den Rahmenbedingungen durch die Bildungspolitik, aber sicher auch durch die
örtlichen Gegebenheiten. Dank unserer Zusammenarbeit mit der Volkshochschule
haben wir hier zwar recht günstige Voraussetzungen, aber die gesellschaftlichen
Veränderungen und Einflüsse haben doch lediglich eine teilweise
(unbefriedigende) Frequentierung unseres Unterrichts- und Kursangebotes (zwei
von sechs!) zugelassen. So sehr uns dies grundsätzlich beschäftigen muss, haben
wir dennoch keinen Verlust an Fachkompetenz in der Erfüllung schreibtechnischer
Aus- und Fortbildung erfahren, weil das fehlende Interesse eher eine allgemeine
Erscheinung, denn eine Wettbewerbsfrage ist.
Sichtbarer Ausdruck unserer Arbeit sind
die bemerkenswerten Leistungen unserer Mitglieder bei Wettschreiben und
Meisterschaften. Gemessen wird dies an der Größe der Delegationen, also der
Quantität bei Leistungsvergleichen, wo angemessenes Engagement immer öfter vermisst
wird. Allerdings durchlaufen wir zz. eine Phase, in der durch herausragendes
Können einiger weniger trotzdem die Qualität der einzelnen Leistungen mehr als
erfreulich ist. Regionale, nationale, internationale Erfolge und Titel sprechen
eine deutliche Sprache, auch wenn diese von der Allgemeinheit nicht wie
erwünscht erwidert wird. So ist die Ausgewogenheit von Nehmen und Geben
insgesamt nicht tadelsfrei und eröffnet vor allem keine Perspektive für
demographischen Wandel in der Wahrnehmung übergeordneter Aufgaben in unserer
stenografischen Organsiation.
Im Klartext: Immer weniger und
schwächer werdende Schultern bewältigen vermeintlich ständig steigenden
Einsatz; diese antizyklische Entwicklung lässt leider kaum Platz für
Konzeptionen und Innovationen und wird deutlich an der Vereinsgröße mit zwei
Zugängen gegenüber drei Austritten, also vermutlich einem Stand von 96
Mitgliedern per Jahresende. Die in der Bewertung für die Organisation zu
berücksichtigenden Lehrgangsteilnehmer sind noch deutlicher zurückgegangen.
Insgesamt gelingt es uns somit nicht mehr, personelle Ressourcen aufzubauen.
In den für unsere Vereinsarbeit
unumgänglichen materiellen Voraussetzungen suchen wir Trost in dem bekannten
Vergleich der sieben schlechten mit den guten Jahren. Die augenblickliche
Situation zwingt uns immer öfter die Hoffnung auf die bessere Phase auf, da die
aufgebauten Reserven deutlich schrumpfen. Wirtschaftliche Einschnitte durch
erhöhten Idealismus auszugleichen wird immer schwieriger, wobei der Makel
unserer Zeit offensichtlich darin besteht, dass das Materielle vor dem Ideellen
zu stehen hat, keine tragfähige Basis für Pionierarbeit.
Zwar sind wir im laufenden Jahr
glimpflich davongekommen, auch wenn wir uns keinesfalls mit Ruhm bekleckert
haben. Mit dem Dank für jegliche Mitarbeit und Unterstützung an alle
Mitstreiter und Freunde verbinden wir mannigfaltige Erwartungen für
Verbesserung in allen Richtungen. Es bleiben viele Fragen offen. Stenografie
und Tastschreiben als „schönste
Nebensache“ können ihren Wert nicht erhalten ohne stets neue Ziele, ohne
persönliche Teilnahme.
Eckehardt
Hubitschka und Vereinsvorstand
Miteinander
Angeblich konnten in der
Nacht,
als das Christkind
geboren wurde,
die Tiere reden und die
Sterne schienen heller
als
je zuvor zu leuchten.
Heute wäre es
sehr zu wünschen,
wenn die
Menschen wieder wirklich miteinander
reden
würden.
In diesem Sinne
mögen unseren Mitgliedern, Schriftfreunden, Wohlgesonnenen und deren
Angehörigen – zwar kurz, aber besonders klar – viele Sterne und Lichter glänzen
sowie die freundlichen und harmonischen Gespräche nicht ausgehen.
Frohe
Weihnachten
Der Vorstand
des Stenografen-Vereins Goslar von
1891
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| Zuletzt
aktualisiert: 05.11.2011 |

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