Stenografen-Verein Goslar E. V.

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Aus den Vereinsmitteilungen


 Juli/August 2017

    Sommerpause     Neues Semester     Deutsche Meisterschaften     Abschluss Grundkurs     
          Steno-Tea-Time/Stadtmeisterschaften     Nachruf  

Sommerpause

Wie in vielen Sportarten auch ruhen unsere Aktivitäten in diesen Sommer- und Ferienwochen, in diesem Jahr aber nicht durchgängig: Was für die einen Confed-Cup oder Europameisterschaften, das ist für uns vom 21. bis 28. Juli die Weltmeisterschaft in Berlin. Diese besondere Gelegenheit wird auch von wenigen Goslarern genutzt.

Der weitaus größeren Zahl unserer Mitglieder jedoch sei diese Sommerpause durchaus gegönnt, wenn kein leistungsmäßiges Sommerloch entsteht bzw. wenn die unabänderliche Absicht zur prompten Überwindung desselben Anfang August diese schöpferische Pause beendet. Trotz der erneut frühen Sommerferien halten die restlichen vier Monate dieses Jahres etliche Bewährungsproben bereit; und wer möchte sich schon verschlechtern? Somit wird es nicht zu umgehen sein, dass schon bald das Auslaufen durch das nächste Warmlaufen abgelöst wird. Ansonsten aber und generell wünschen wir allen Angehörigen der Stenofamilie und den Partnern und Familien einen schönen Sommer mit noch schöneren Eindrücken – wo immer auch auf diesem Planeten – und vor allem mit optimaler Erholung.

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Umschwung = Unterschwung

Wir deuten diese Begriffe als „neuen Schwung holen“ für die Vertiefung oder Beschleunigung bereits bekannter oder erlernter Fertigkeit. Und genau das ist in allen Lebenslagen immer wieder zielführende und erfolgversprechende Übung im Beherrschen von Gegenströmung, Seitenwelle und dergleichen bis hin zum Anschlag und danach vielleicht einer neuen Zielmarke.

Für uns alle heißt dies zum jetzigen Zeitpunkt: Wiedergewinnen und Ausbau vorheriger Schreibfertigkeit, Steigern des Vorsprunges gegenüber „Ungläubigen“, Stärken der fachlichen Kompetenz. Ab 7. August hat jedes Mitglied, jeder Schreibkundige in unseren Fortbildungskursen die Chance, bei uns für sich selbst sowie für die Überzeugung anderer ehrgeizig und zielstrebig an seinen Fertigkeiten zu arbeiten.

Und wer dies für sich selbst vernachlässigen will, der ist zumindest aufgerufen, den imaginären Schwung weiterzugeben. Wer in diesem Zusammenhang meint, dass die Argumente nicht ausreichen, der oder die möge die umfangreichen Infos in dieser Ausgabe „erarbeiten“. Fortbildung ist eine angenehme Sache, weil man auf Basiskenntnisse aufbauen kann; diese – und das ist noch wichtiger für unsere erfolgreiche Vereinsarbeit – müssen sich andere erst noch erarbeiten.


Salto vorwärts

Sicher muss es nicht gleich eine exakte Hechtrolle sein, mit der man in Kurzschrift, Zehnfinger-Tastschreiben, Textverarbeitung die Grundlage legt für das Können, das den Ansatz schafft, insbesondere für rationelles Schreiben insgesamt.

In Abstimmung mit der Volkshochschule wird es ab 28. August ernst mit unserem Kurzschrift-Grundkurs für Anfänger; am 30. August folgen die beiden Grundkurse im Zehnfinger-Tastschreiben … für Schüler „flinke Tasten“ um 16:45 Uhr, für Erwachsene um 18:30 Uhr. Unser Herbstsemester bezieht den Januar 2018 mit ein, sodass mit 17 Wochen ausreichend Zeit für die gewohnt sorgfältige Ausbildung zur Verfügung steht, also nichts übers Knie gebrochen werden muss.

Immer wieder begegnen uns Menschen unterschiedlichsten Alters, die es bedauern, keinerlei Schreibfertigkeiten nutzen zu können. Unser dringender Wunsch ist es, diese rechtzeitig zu gewinnen, sie von den immensen Vorteilen und dem damit verbundenen Zeitgewinn zu überzeugen. Einmal mehr fordern wir alle Mitglieder und Schriftfreunde auf, uns hier zu unterstützen, Aspiranten für eine Ausbildung zu finden, was im persönlichen Gespräch wirkungsvoller ist als in teurer, dafür weniger erfolgreicher Streuwerbung. Nutzen Sie bitte die Sommerwochen für intensive Werbung!

>> Unterrichtsplan Herbstsemester 2017

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Rekordausbeute

Es war kein Zweckpessimismus, wenn wir im Vorfeld der diesjährigen Deutschen Meisterschaften über Himmelfahrt in Suhl (Thüringen) unsere Chancen gerade auch unter dem Eindruck des Ergebnisses vom Vorjahr nüchtern einschätzten und die Hoffnung auf Spitzenplätze dämpften. Und dann setzten sich unsere zehn Wettschreiber/innen unter den teilnehmenden 200 mit ihren 25 unter insgesamt 650 Starts derart in Szene, dass dies unserer 15-köpfigen Delegation nur noch riesige Freude und sehr hohen Respekt abverlangte.

Die irgendwann abgeklungene Euphorie ging schließlich in sachliche Analyse über und führt zu der unerwarteten Erkenntnis, dass nicht wie üblich die Stenografen, sondern vielmehr die „Techniker“ die herausragenden Akzente setzten: Inzwischen reden wir auch in diesem Bereich national ein Wörtchen mit. Besonders erfreulich ist dabei, dass unsere Martina neben obligatorischen Silben mit der Stenomannschaft mit dem Titel in Perfektion in der Texterfassung nach vielen Top-Platzierungen in der Vergangenheit nunmehr ihren ersten Einzeltitel bejubeln konnte. Und dann profiliert bei seinem ersten nationalen Auftritt sich ein 13-Jähriger nahezu sensationell: Robin Rönnecke konnte sich in der gleichen Disziplin bei den Schülern im Schnellschreiben den dritten sowie in der Perfektion sogar den zweiten Rang erschreiben. Damit konnte niemand auch nur annähernd rechnen.

Komplettiert wird das ganze durch die „Medaillenbank“ Wolfgang Groth, der seine umfangreiche Sammlung durch eine Bronzemedaille in Kurzschrift erweitern konnte. Gold, zweimal Silber, zweimal Bronze – dies ist eine Ausbeute, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt und an die man sich wirklich erst gewöhnen muss. Unter den 35 teilnehmenden Vereinen im Medaillenspiegel Rang 4; Stenografenherz, was willst du mehr?

Wir gratulieren unseren Wettschreiberinnen und Wettschreibern zu folgenden Einzelergebnissen:

Joshua Beck: 43. mit 395 Anschlägen im Schnellschreiben, 47. mit 384 Anschlägen in Perfektion, 53. mit 89 Autorenkorrekturen in Textbearbeitung, 45. mit 76 Punkten in Professioneller Textverarbeitung, 46. im Mehrkampf; Anja Biedermann: 70./323 A., 76./333 A., 61./75 AK, 52./61 P., 68.; Inge Biedermann: 85. mit 110 Silben in Kurzschrift, 72./335 A., 62./339 A., 69./65 AK, 47./71 P., 53.; Frank Büttner: 7./375 Silben; Martina von der Eltz: 11./350 S., 24. mit 80 Silben englisch, 6./551 A., 1./500 A., 26./113 AK, 44./76 P., 4.; Regina Groth: 47./240 S.; Wolfgang Groth: 3./400 S., 60./349 A., 57./356 A., 50.; Hella Hobbie: 37./280 S.; Robin Rönnecke: (Schüler): 3./288 A., 2./303 A., 13./51 AK, 7.; Niklas Warnecke: (Jugend) 12./323 A., 11./93 AK.

Das sind acht Top-Ten-Plätze. Bei den Mannschaften erreichten wir in unterschiedlichen Besetzungen etliche weitere: 2. in Kurzschrift, 9. bzw. 8. in Texterfassung, 11. in Textbearbeitung, 9. in Textverarbeitung.

Mit 475 Silben, 590 Anschlägen, 242 Bearbeitungen, 180 Punkten hingen die Trauben diesmal teilweise noch etwas hoch; dennoch aber können wir unseren Cracks vieles zutrauen bei den anstehenden Meisterschaften im Verlaufe des Jahres.

>> Artikel der Goslarschen Zeitung vom 08.06.2017            >> Artikel aus Harzer Panorama und Generalanzeiger vom 18.06.2017

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Durchhaltevermögen

Ausdauer ist wohl eine herausragende Charaktereigenschaft, will man gute und stabile Leistungen erzielen; sporadische Gelegenheitsergebnisse sind weniger nachhaltig. 6 Schüler in der Gemeinschaft mit 5 Erwachsenen sowie zwei angehende Stenografen haben über das abgelaufene Frühjahrssemester mit seinen 17 Wochen diese Konstanz bewiesen, sich mit dem nötigen Ehrgeiz bis zum obligatorischen Abschlusstest durchgearbeitet und diesen schließlich komplett mit Erfolg bewältigt. In der Spitze 146 Anschläge bzw. 110 Silben sind dann auch deutliche Bestätigung unserer sorgfältigen Ausbildung in Kurzschrift und im Tastschreiben.

Dieses Fazit ist nicht nur – bei aller Gewohnheit – im Vergleich zu anderen Lernergebnissen sehr bemerkenswert. Man sollte es durchaus überzeugend publizieren als Kontrast zu externen Angeboten oder Ausbildungsverläufen. Ein jeder, der dies gerade liest, ist für eine solche Propaganda prädestiniert.

Erfreulich ist auch, dass eine knappe Handvoll Kursteilnehmer die Bereitschaft zeigen, sich weiter zu vervollkommnen und ihre Schreibfertigkeit auszuweiten. „Schneller als andere“ ist auch hier selbstverständlicher Anspruch.

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„VIP“ – allgemein und speziell

Am 29. April war es wieder soweit: Die Titelträger und Sieger unserer diesjährigen Stadtmeisterschaften waren auszuzeichnen, sehr gute Leistungen waren zu würdigen. Allerdings konnten wir uns zunächst über ein Novum freuen: In der Riege der drei teilnehmenden Preisgeber durften wir im „Café Anders“ erstmals unseren Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk begrüßen, der sehr zur Freude der 34 STT-Teilnehmer den Wanderpreis der Stadt Goslar an Wolfgang Groth überreichte. Die weiteren Wanderpreise übergaben Rüdiger Wohltmann, Jens Müller (Sparkasse) sowie der Vorsitzende (im Auftrag) an die Sieger Martina von der Eltz, Joshua Beck und Niklas Warnecke.

Die unvermeidlichen Erläuterungen unseres Vorsitzenden lockerten den Rahmen der Kaffeetafel zwar auf, gingen letztlich aber auch durch den prominenten Besuch an die Grenze der zeitlichen Möglichkeiten, weil auch 120 Minuten am Ende den üblichen Endspurt nicht verhindern. Die Resonanz und Einschätzung jedoch waren einmal mehr positiv.

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Nachruf

Offensichtlich dezimiert unser Schicksal unsere Stenofamilie in chronologischer Reihenfolge. Nachdem so vor kurzem unser ältestes Mitglied von uns ging, traf es jetzt die aktuelle Nummer 1: Frau Helga Steinbrink wurde am 24. Mai kurz nach Vollendigung ihres 89. Lebensjahres abberufen. Es fanden damit nicht nur 67 Mitgliedsjahre ihr Ende, in denen sie stets großes Interesse an unserer Arbeit bekundete, sondern diese auch über viele Jahre finanziell unterstützte. Dafür danken wir ihr ganz besonders, wünschen ihr – der ehemaligen Verwaltungsangestellten – ihren ewigen Frieden.

In diesem Zusammenhang informieren wir auch darüber, dass unser aktiver Stenograf Peter Birtel, Homburg (Saar), am 6. Mai nach kurzer schwerer Krankheit seine Ehefrau Anne verlor. Wir wünschen ihm sehr, dass er bald aus dem unerwarteten tiefen Loch wieder zu erfüllender Betätigung kommen kann, die ihm sein erst kurzes Rentnerdasein spürbar erträglicher macht.

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Zuletzt aktualisiert: 12.07.2017

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