Stenografen-Verein Goslar E. V.

Archiv

Aus den Vereinsmitteilungen


 Juli/August 2018

      Beginn Herbstsemester      Norddeutsche Meisterschaften      Deutsche Meisterschaften   
    
  Seniorenmeisterschaften       Wettschreiber      Ehrung Stadtmeister    Werbung     Schönschreiber   

Und los!

Unsere niedersächsische Ferienordnung will es so: Frühe Sommerferien ziehen einen früheren Semesterbeginn nach sich. Aus diesem Grund müssen wir schon jetzt mit dem angemessenen Nachdruck darauf hinweisen, dass unser Herbstsemester am 13. August mit der Fortsetzung unserer Fortbildungskurse beginnt.

Am 3. September folgen dann – in Abstimmung mit dem Kvhs-Programm – die neuen Grundkurse für Anfänger – montags in Kurzschrift sowie mittwochs im Tastschreiben, und zwar nachmittags für Schüler, abends für die Erwachsenen. Grundsätzlich hat sich nichts geändert: Bei der hohen Belastung aller, besonders der geistig tätigen Menschen mit dem zu schreibenden Wort verdienen die Schreibfertigkeiten sowohl in der Kurzschrift wie in Tastschreiben/Textverarbeitung die gebührende Zuwendung; denn die verfügbare Technik optimal zu nutzen bringt letztendlich den Effekt und wahrscheinlich den Vorteil gegenüber anderen. Diese Fertigkeit dann auch noch schreibsportlich zu betreiben, ist wohl eine sehr sinnvolle und bestätigende Herausforderung, wie man im Kreis der Willigen wieder und wieder beobachten kann. Zögern Sie nicht, überzeugen Sie … die Aspiranten aus Ihrem Umfeld; sie und wir werden es Ihnen danken, wenn sie schneller sind als andere, wenn sie Zeit gewinnen für so manchen weiteren Einsatz eines intelligenten Menschen. Informieren Sie sich und andere mittels nachfolgendem Unterrichtsplan über die Einzelheiten, Zweifel können Sie per Telefon klären.

>> Unterrichtsplan

Seitenanfang


Nächste Aufgabe: Norddeutsche Meisterschaften

Gerade mit den herausragenden Ergebnissen dieses Frühsommers weisen wir sehr gern auf die nächste Bewährungsprobe für unsere Wettschreiber hin:

Norddeutsche Meisterschaften in Soltau am 22. September 2018

 
Zwar liegt uns im Moment noch keine Ausschreibung vor, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit werden wir uns in den Sommerwochen dazu bekennen und die notwendigen Vereinbarungen (Hotelunterkunft, Fahrgelegenheit, PC-Technik u. a. m.) treffen müssen. Im Klartext: Wir werden mitten in den Sommerferien die Zusagen der teilweise neuen Wettschreiber einholen müssen. Auf diesem Wege bitten wir unsere möglichen Mitstreiter, sich mit dem Gedanken einer Teilnahme anzufreunden, evtl. terminliche oder organisatorische Fragen schon im Vorfeld zu klären, damit wir zum entscheidenden Zeitpunkt kurzfristig planen können. Auch bei unseren Verbandsmeisterschaften wollen wir stark auftreten.

Seitenanfang


Schnell, schneller, am schnellsten!

Das Maß der Gefühle ist offensichtlich unbegrenzt, haben wir doch bei den Deutschen Meisterschaften vom 10. bis 12. Mai in Bad Blankenburg in Thüringen eine ohnehin in den letzten Jahren erfahrene Entwicklung nochmals steigern können: Neun Wettschreiber/innen mit insgesamt 21 Starts in den Wettbewerben deutsche und englische Kurzschrift, Texterfassung/Schnellschreiben und Perfektion, Textbearbeitung und Professioneller Textverarbeitung schrieben zum einen ohne jeden Ausfall, zum anderen in der Spitze kräftig mit; denn zweimal Gold, einmal Silber, dreimal Bronze, also zusammen sechs Medaillen sind eine neue Rekordausbeute und der Lohn für stetige Einsatzbereitschaft und Fleiß. Aus Goslarer Sicht steht nach wie vor die Kurzschrift im Vordergrund. Hier schaffte Wolfgang Groth als einziger die komplette Ansage mit 475 Silben; deutscher Meister und die Goldmedaille sind der verdiente Lohn. Unsere weiteren Steno-Asse Frank Büttner (11. mit 375 Silben), Martina von der Eltz (15. mit 375 Silben), Peter Birtel (16. mit 350 Silben) und Hella Hobbie (29. mit 280 Silben) vervollständigten dieses herausragende Ergebnis mit 2993 Punkten, was im Dauerduell den Sieg in der Mannschaft vor Dortmund (2906 Punkten) und Vestischer Stenoclub (2340 Punkten) bedeutete; zweites Gold und Wanderpreis. Und dann hatten wir einen Schüler am Start, der das Kunststück fertigbrachte, mit drei Starts vier Medaillen zu erschreiben. Robin Rönnecke holte sich in dieser Klasse in chronologischer Reihenfolge mit 314 Anschlägen im Schnellschreiben den 2. Platz, in der Perfektion mit 358 Anschlägen den 3. und in Textbearbeitung mit 69 Korrekturen ebenfalls den 3. Dies reichte dann in der Summe zu einem 3. Rang in der Kombination, somit einmal Silber und dreimal Bronze, - eine überwältigende Leistung.

Dieser unbedingt gleichzusetzen ist die unserer Allroundschreiberin Martina von der Eltz, die in der hart umkämpften Kombiwertung der Erwachsenen einen hervorragenden 6. Platz belegt, der sich aus diesen Einzelleistungen errechnet: 375 Silben deutsche und 100 Silben englische Kurzschrift, 501 Anschläge im Schnell- (Rang 11) sowie 459 Anschlägen im Perfektionsschreiben, 124 Textbearbeitungen und 94 Punkte in PTV.

Anja und Inge Biedermann reihen sich mit nahezu übereinstimmenden Leistungen ebenso in die Reihe unserer überaus erfolgreichen Schreiberinnen ein wie Regina Groth in Kurzschrift bzw. Wolfgang mit drei Leistungen am PC. Quantitativ liegen wir unter den knapp 200 Schreibern aus 40 Vereinen damit an 10. Stelle, qualitativ laut Medaillenzahl immerhin an 6. In den Mannschaftsergebnissen der PC-Wettbewerbe sind es die Ränge 11, 12 und 13.

Fazit: Besser hätte es fast nicht laufen können.

>> Goslarsche Zeitung vom 24.05.2018
>> Harzer Panorama vom 27.05.2018

>> Generalanzeiger vom 27.05.2018

Seitenanfang


Goslarer Stenografen Spitze

Nur fünf Wochen nach den allgemeinen standen schon wieder Deutsche Meisterschaften auf dem Programm: die der Senioren am 16. Juni in Lübbenau im Spreewald. Unter den 60 Wettschreibern mit 92 Starts in zwei Altersgruppen befanden sich vier erfahrene aus Goslar, die unter sommerlichen Bedingungen den Wettstreit in Kurzschrift bzw. in Texterfassung (20 Minuten) aufnahmen. Und das Ergebnis ist beeindruckend; denn beide Titel in der Kurzschrift gehen nach Goslar: In der Altersklasse A (50 bis 64 Jahre) ging das vereinsinterne Duell zugunsten von Frank Büttner aus, der sich bei gleicher Leistung von 375 Silben mit 7 Fehlerpunkten weniger gegenüber Wolfgang Groth den Sieg holte. In dieser Klasse erscheint Regina Groth mit 280 Silben auf Platz 10. In der Altersgruppe B (65 Jahre und älter) konnte Peter Birtel mit 350 Silben die Konkurrenz aus ganz Deutschland in Schach halten. Die vierte der insgesamt vier Medaillen holte sich trotz technischer Probleme mit seinem PC Wolfgang Groth mit seinen 321 Anschlägen durch seinen 2. Rang in der Kombination; er musste sich dem „Jungsenior“ aus Reckling­hausen geschlagen geben, der schließlich auch den Wanderpokal für die beste Gesamtleistung mitnahm. Je zweimal Gold und Silber von insgesamt 18 Medaillen, das fordert riesigen Respekt. – Unsere Glückwünsche zu allen aufgeführten Leistungen bei beiden Meisterschaften sind nachhaltig.

Seitenanfang


Toll, weiter so!

Es sollte in unseren Kreisen allgemein und hinlänglich bekannt sein, dass der Stenografenverein Goslar seinem Ruf als stenografische Hochburg nicht nur immer wieder gerecht wird, sondern dass wir dieses Renommee jüngst immer wieder festigen dank der Einsatzbereitschaft, des Ehrgeizes, der überzeugenden Erfolge unserer Spitzenschreiber. Hiermit sind nicht nur die seit Langem kampferprobten Stenografen angesprochen, sondern erfreulicherweise neuerdings auch und besonders unsere jugendlichen Wettschreiber – übrigens immer noch nur Jungs – mit aktuell Robin Rönnecke an der Spitze. Es lässt sich grundsätzlich nicht vermeiden, dass Schul- und Berufsbildung gerade diesen überdurchschnittlich begabten Nachwuchsschreibern immer mal wieder entscheidende Barrieren für das Erreichen primärer Ziele setzen, wo dann unter Umständen auch Kurz- bzw. Tastschreiben zurückstehen müssen. Schon allein im Hinblick auf derartige Entwicklungen kann der Stellenwert jugendlicher Talente aus den Grundkursen nicht hoch genug eingeschätzt werden. Hierin liegt für uns alle das Gebot für die Zukunft, um mit immer neuen jungen Wettschreibern auch weiterhin unsere nationale Position halten zu können.

Seitenanfang


Würdigung der Stadtmeister

5. Mai 2018 – Barock-Café Anders – Kaffee – Kuchen – Urkunden – Preise, alles wie gehabt. Und dennoch war es einmal mehr eine familiäre Zusammenkunft von Siegern und Meistern, Mitgliedern und Partnern, vor allem aber mit Renate Lucksch, Bürgermeisterin der Stadt Goslar. Drei Stadtmeister in fünf Wettbewerben sowie fünf weitere herausragende Leistungen vom Frühjahrswettschreiben erhielten ihre Wander- und Ehrenpreise, der Vorsitzende erläuterte etwas verändert die einzelnen Wettbewerbe und Leistungen und versäumte nicht, an geeigneter Stelle das alles zu ummanteln. Nach überwiegender Einschätzung wieder eine harmonische Steno-Tea-Time.

Seitenanfang


Werbung ist gefordert

Es ist nahezu in Vergessenheit geraten: Für jede Mitgliederwerbung loben wir eine Prämie von 10 Euro aus! Allerdings gilt die Ergänzung, dass es sich um Neuwerbung und nicht etwa um gegenseitige Benennung von Kursbesuchern handelt. Auf der Basis unseres Mitgliederstandes, der sich deutlich abgebaut hat, haben wir schon seit eh und je auf die Notwendigkeit immer wieder neuer Zugänge hingewiesen, um doch zumindest die nicht auszuschließenden Mitgliederverluste auszugleichen. Wenn wir dabei immer vorrangig unsere Grundkurse ins Blickfeld rückten und dies logischerweise auch weiter tun, dann darf das nicht ausschließen, auch andere bereits schreibkundige Mitmenschen anzusprechen; und sogar für passive = unterstützende Mitglieder haben wir eine Regelung.

Wer sich also gerade in diesen Zeiten der Technisierung, aber auch der Bildungsprobleme zum Wohle unseres Stenografenvereins einbringen möchte, der sollte sich keinerlei Zwänge auflegen. Grundsätzlich können wir unsere Aufgaben nach wie vor ohne Förderung nur mit Eigenmitteln finanzieren, was durch Kostensteigerungen immer schwieriger wird. Übrigens: Als gemeinnütziger Verein dürfen wir auch steuermindernde Spendenbescheinigungen ausstellen.

Seitenanfang

Die Schönschreiber

Im Zeitalter von digitaler Kommunikation gerät die Handschrift in Vergessenheit. Eltern und Lehrer beklagen eine erhebliche Verschlechterung des Schriftbildes bei Schülern und der Deutschen Post gehen die Briefeschreiber aus. In der Kreativszene aber erlebt die Handschrift eine neue Blütezeit … in Form von Kalligrafie und Handlettering.

Diese kompakte Aussage fanden wir in einer Wochenzeitung. Sie spricht ein Problem an, das seit Längerem hinlänglich bekannt ist. Das Ersetzen der Schreibschrift durch die Druckschrift für Schulanfänger ist – wenn auch nicht das letzte Wort – so doch der Beleg, dass überhaupt noch geschrieben wird, wenn auch nicht mehr so flüssig wie früher, als mit disziplinarischen Maßnahmen Schönschreiben – auch als Zeugnisnote – regelrecht gedrillt wurde. Nach einer Erhebung des Deutschen Lehrerverbandes und des Institutes für Schreibmotorik 2015 hat jeder zweite Junge und jedes dritte Mädchen Probleme mit dem Handschreiben in Leserlichkeit und Ausdauer. Dabei halten 98 Prozent der Lehrer Handschreiben für „sehr wichtig“, weil es die Merkfähigkeit und die Verarbeitung von Informationen fördert; dafür wurde die „Aktion Handschreiben 2020“ ins Leben gerufen.

Wie die Schildmaler vor hundert Jahren leben mittlerweile wieder Grafiker vom Handschreiben, vor allem auf handgeschriebenen Schildern; Berufsbezeichnung: Blackboard Artists. Sonderkurse an Hochschulen sollen der digitalen Kommunikation entgegenwirken. Eine gute Handschrift sollte klar entzifferbar sein; dazu gehört eine gewisse Rhythmik und Gleichförmigkeit der Buchstabenarchitektur. Und beim Lettering darf in Anlehnung an andere Kulturkreise mehr persönlicher Stil einfließen.

Das Problem ist lange erkannt, das Problem ist noch längst nicht gebannt. Ganz sicher ist es nicht immer eine Zeitfrage, wenn man auf das Briefschreiben in aufwendiger Schrift verzichtet. Wahrscheinlich muss die Deutsche Post sich damit abfinden, dass sich der Anteil der Privatbriefe bei nur noch sechs Prozent bewegt. Aber welche Möglichkeiten eröffnen sich hier für zügige Kurzschrift und sauberes Tastschreiben?!

Seitenanfang


Kurs-Angebot

zu früheren Vereinsmitteilungen


Zuletzt aktualisiert: 27.06.2018

Stenografen-Verein Goslar